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So grün soll das Olympiastadion bald wieder aussehen.

„Teerfläche ist optisch ein Graus“

Neues Grün fürs Olympiastadion: Im Frühjahr kehrt der Rasen zurück

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München - Das Grün kehrt zurück: Im Olympiastadion soll es zum Frühjahr 2017 wieder eine Rasenfläche geben. An dieser Entscheidung des Aufsichtsrats der Olympiapark München GmbH dürfte sich nichts mehr ändern – trotz der anstehenden Open-Air-Konzerte.

Einen Moment lang sah es so aus, als gäbe es noch eine Verzögerung: Die Bayernpartei hatte vergangene Woche in der Vollversammlung des Stadtrats beantragt, die Verlegung des Rasens nochmal um ein Jahr zu verschieben. Der Grund: In Anbetracht der zahlreichen geplanten Veranstaltungen für die Open-Air-Saison 2017 sei es sinnvoll, den Asphalt im Stadionrund vorerst zu belassen, meint die Bayernpartei. Deren Dringlichkeitsantrag wurde in der Vollversammlung aber nicht einmal behandelt.

Die Mehrheit des Stadtrats steht vielmehr hinter der Entscheidung der Aufsichtsrats der Olympiapark München GmbH (OMG), den Rasen neu zu verlegen. OMG-Geschäftsführer Arno Hartung sagte auf Nachfrage unserer Zeitung: „Die schwarze Teerfläche ist einfach optisch ein Graus.“ 2012 war die gesamte Oberfläche asphaltiert worden. Die Stadt hatte dies temporär genehmigt – für die einige Jahre in München stattfindenden Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) und für die 100-Jahr-Feier von BMW im September dieses Jahres.

Aus denkmalschutzrechtlichen Gründen sei die Teerfläche aber nicht länger vertretbar, erklärte Hartung. Auch viele Touristen, die das Olympiastadion besuchten, stießen sich an dem Anblick. Außerdem plant die OMG mittelfristig, wieder Leichtathletik-Veranstaltungen in der Arena abzuhalten. Bereits im Herbst 2017 könnte ein internationales Rugby-Turnier stattfinden. Dafür würde der Rasen auf alle Fälle benötigt.

Ob jedoch die Tartanbahn für Leichtathletik-Wettbewerbe gleich in einem Aufwasch mit dem Rasen wiedererstellt wird, ist noch unklar. 2017 ist Hartung zufolge definitiv kein Leichtathletik-Event geplant. Denkbar sei als Kompromiss, dass zumindest das Außenrund asphaltiert bliebe, so Hartung.

Bis April 2017 soll das Grün verlegt werden. Die Kosten liegen laut OMG schätzungsweise zwischen 400.000 und 500.000 Euro. Die ersten Open-Air-Konzerte stehen bereits im Mai an, unter anderem das „Rockavaria“-Festival. Für Konzertveranstalter war die Asphaltfläche stets praktikabler, weil der Rasen relativ schnell ramponiert ist und dann immer wieder neu abgedeckt werden muss.

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