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Hier wird seit Jahrzehnten gefeiert: Das Backstage lockt vor allem Musikfans.

Party musste abgebrochen werden

Nach Stink-Attacke aufs Backstage: Polizei jagt die Täter

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Wegen eines Buttersäureanschlags musste eine Party im Backstage abgebrochen werden. Noch ist nicht klar, wer hinter der Attacke steckt. Die Polizei ermittelt.

München - „Backstage“-Chef Hans-Georg Stocker stinkt es gewaltig: Sowohl der Club als auch die Halle des Kultur- und Veranstaltungszentrums an der Reitknechtstraße im Münchner Westen sind am vergangenen Freitag Ziel eines Buttersäureanschlags geworden. Ein beißender chemischer Gestank habe sich um 1.30 Uhr während der nächtlichen Party mit Alternativ-Musik in dem Club ausgebreitet, berichtet Stocker. 40 Minuten später habe sich in der Halle nebenan der gleiche Vorfall ereignet.

Auch Brandstiftung, so Stocker, sei nicht auszuschließen, die Polizei habe die Ermittlungen bereits aufgenommen. Während der Veranstaltung wurde nämlich auch eine Palme angezündet. Gäste kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Ärgerlich trotzdem: Das Konzert der Band „Staatspunkrott“ am nächsten Tag musste abgesagt werden. „Trotz professioneller Reinigungsmaßnahmen bekamen wir den fürchterlichen Gestank nicht in den Griff,“ berichtet Stocker.

Ihm stinkt‘s: Hans-Georg Stocker ist der Chef vom Backstage.

Kein harmloser Stinkbomben-Scherz

In seinen Augen hat dies nichts mehr „mit einem harmlosen Stinkbomben-Scherz zu tun“. In der heutigen Zeit hätten die Menschen Angst: Gerade auch das Brennen der Palme hätte zu einer Massenpanik führen können. Der Fall liegt zur Anzeige bei der Polizei. „Wir versuchen alles, um den Täter zu finden.“

Konzertkritik: So war Anathema im Backstage

Stocker will nicht ausschließen, dass der oder die Täter dem Backstage „Schaden aus welcher Motivation heraus auch immer“ zufügen wollten. Auch eine rassistisch motivierte Tat halte er nicht für unmöglich. Schließlich würden sich die Mitarbeiter des Backstage gegen Faschismus und Rassismus engagieren.

Stocker will nun noch mehr Sicherheitsmaßnahmen einführen. Gleichwohl appelliert er an seine Gäste, auch weiterhin „aufeinander zu achten, wie es in den vergangenen Jahren in bemerkenswertem Maße der Fall war“. Dass die Partygänger das Backstage verlassen mussten, sei in 26 Jahren erst zwei Mal vorgekommen: Im Jahr 2003, als es einen Großbrand einer benachbarten Baustoffhandlung gab, und 2016 beim Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum.

Tina Layes

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