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Osmia cornuta, Nummer 92, ist eine Drohne der Gehörnten Mauerbiene. Flugzeit: März bis Mai.

Projekt von LMU und Botanischem Garten

Darum sollen Münchner auf die Rückennummern der Bienen achten

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Im Botanischen Garten gibt es mehr als 100 Wildbienenarten, 400 Stück hat ein Team der LMU mit Nummern markiert. Münchner, denen eine Biene mit Rückennummer begegnet, sollen sich melden. 

München - Cristiano Ronaldo hat die Rückennummer 7, Lionel Messi die 10. Und Osmia cornuta die 92. Der kickt nicht, der fliegt. Im Botanischen Garten in München. Denn Osmia cornuta mit der Nummer 92 ist eine Gehörnte Mauerbienen-Drohne. Die Rückennummer hat ihm Biologin Michaela Hofmann (26) verpasst. Die Doktorandin versucht gerade mit ihren Studenten der Ludwig-Maximilians-Universität herauszufinden, wie weit die fleißigen Tierchen auf der Suche nach Pollen, Nektar, neuen Partnern und Nistplätzen fliegen.

Im Botanischen Garten gibt es mehr als 100 Wildbienenarten, 400 Stück hat das Uniteam – betreut von Gartendirektorin Professorin Susanne Renner – schon markiert. Und wie oft wurde Michaela Hofmann dabei gestochen? „Geht schon“, sagt die gebürtige Eggenfelderin. „Die Männchen haben ja keinen Stachel, wir können sie mit den Händen festhalten. Dann wird mit Schellack das Plättchen aufgeklebt.“ Die Weibchen schauen dagegen ins Röhrchen – ins Imkerröhrchen. Michaela Hofmann: „Per Schaumgummi werden sie nach vorne geschoben, dann kommt das Farbplättchen drauf.“ Und sie fügt hinzu: „Für die Bienen ist das ganz ungefährlich und nach ein, zwei Minuten lassen wir sie wieder frei.“

Danach heißt es Ausschau halten - summ, summ, summ, Bienchen, wo fliegst du herum? Auch Sie, liebe Leser, können bienenfleißig bei dem Projekt mitmachen. Sehen Sie eine der markierten Bienen daheim oder im Botanischen Garten, würden sich die Forscher freuen, wenn Sie deren Nummer und Plättchenfarbe per E-Mail an wildbienen@bio.lmu.de oder per Flyer melden und gerne auch ein Foto schicken. Die Flyer gibt es im Botanischen Garten.

Lesen Sie auch diese zwei Geschichten: 18 Bienenvölker sind in Eberfing spurlos verschwunden und Produktdesign-Studentin Christina Mayr aus Hörlkofen lässt Bienen für sich bauen, „sie sind kleine 3D-Drucker“.

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