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Denkmal der Moderne: Die Paketposthalle.

100.000 Quadratmeter großes Betriebsgelände

Wohnungen, Konzertsaal oder Ikea-Filiale? Entscheidung über Paketposthallen-Areal gefallen

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Der neue Eigentümer der denkmalgeschützten Paketposthalle in Neuhausen steht fest. Er verrät, was mit dem Areal geschehen soll.

München - Immer wieder haben sich Architekten zu spektakulären Entwürfen für die Paketposthalle hinreißen lassen: terrassenförmige Wohnungen, ein neuer Konzertsaal oder eine Ikea-Filiale. Wahr geworden sind diese Träume nicht. Das könnte sich bald ändern: Das denkmalgeschützte Gebäude bekommt jetzt einen neuen Besitzer. Die Post hat die Halle gemeinsam mit dem 100.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände an die Unternehmensgruppe Büschl verkauft.

„Die Entwicklung dieses großen, mit viel Potenzial ausgestatteten Grundstücks stellt eine gewaltige Herausforderung für uns dar“, sagt Ralf Büschl, Chef der Unternehmensgruppe. Noch seien die Pläne wenig konkret. „Wir freuen uns, an diesem Ort ein Stadtteilzentrum entstehen zu lassen, das einen weiteren Lebensmittelpunkt in Neuhausen schafft und andererseits die bestehende Entwicklung der Stadt in Richtung Westen unterstützt“, so Büschl. 

Die Planung solle „im besten Einvernehmen“ mit Stadt, Bezirksausschuss und Bürgern umgesetzt werden. Beabsichtigt sei „eine urbane Bebauung des Grundstückes“ unter Einbeziehung der Gleishalle. Darunter sei „ein weit gefasstes Konzept mit gewerblichen Flächen, Wohnungen, auch im sozialen Bereich, Einrichtungen für jung und alt zu verstehen“.

Verkauf aus wirtschaftlichen Gründen

Die Post hat sich aus wirtschaftlichen Gründen für den Verkauf entschieden, heißt es bei dem Unternehmen. Bis Ende 2020 wird sie hier noch täglich gut 4,5 Millionen Briefe sortieren, sagte ein Sprecher. 400 Menschen sind alleine im Briefzentrum München beschäftigt. Diese Arbeitsplätze könnten ins Umland abwandern. „Wir befinden uns in abschließenden Verhandlungen zu einem potenziellen Ersatzgrundstück in der Region München“, sagt Thomas Schlickenrieder, Abteilungsleiter Immobilien bei der Post.

Wo genau der neue Standort sich befinden könnte, wollte er nicht konkretisieren. Klar ist: „Er muss die künftig wegfallenden Kapazitäten auffangen können.“ Neben den 4,5 Millionen Briefsendungen aus der Arnulfstraße müssen auch die täglich 1,5 Millionen Briefe, die bisher im Briefzentrum in Schorn (Starnberg) sortiert werden, dorthin weitergeleitet werden. Auch dieses Gelände verkaufte die Post an die Büschl-Gruppe.

M. Kniepkamp

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Neuhausen – mein Viertel“.

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