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Männer in Saudi Arabien (Archivbild).

Finanzierungsfrist verlängert

Islamzentrum in München: Anonymer Saudi will Millionen spenden

München - Offenbar will ein saudischer Staatsangehöriger die Summe für den Grundstückspreis in Höhe von fünf Millionen Euro für ein geplantes Islamzentrum am Leonrodplatz spenden.

Der Ältestenrat des Stadtrats hat am Freitag die Finanzierungsfrist für das Projekt um ein Jahr, bis zum 31. Dezember 2016, verlängert. So wie es aussieht, hat das Münchner Forum für Islam (MFI) Großsponsoren an der Hand. Offenbar will ein saudischer Staatsangehöriger die Summe für den Grundstückspreis in Höhe von fünf Millionen Euro spenden. Die Stadt hat ein Grundstück neben dem entstehenden Kreativquartier am Leonrodplatz für das Islamzentrum reserviert. Wie zu erfahren war, will der Ältestenrat den Grundstücksdeal aber nur akzeptieren, wenn die Identität des saudischen Spenders preisgegeben wird. „Die Person muss identifizierbar sein – trotz Bankgeheimnis“, hieß es.

Zweiter Teil der Abmachung ist, dass die Kostensumme für den ersten Bauabschnitt – voraussichtlich etwa 17 Millionen Euro – bis zum 31. Dezember 2016 nachgewiesen werden muss. „Sonst ist es vorbei“, hieß es aus gut informierten Kreisen. Alt-OB Christian Ude hatte sich zuletzt sehr optimistisch geäußert und vergangene Woche von einem Durchbruch bei der Finanzierungsfrage (das Gesamtprojekt soll 40 Millionen Euro kosten) gesprochen. Ude ist Vorsitzender des Kuratoriums für den Neubau einer Moschee. Gleichzeitig machte er deutlich, mit bloßen Absichtserklärungen werde sich der Stadtrat nicht mehr zufrieden geben. Ein Indiz für diese Aussage ist, dass der Ältestenrat nun einen klaren Nachweis fordert, wer sich hinter dem mutmaßlichen Spender verbirgt. Seit Jahren wirbt der Penzberger Imam Benjamin Idriz für das Projekt. Bei den Finanzierungsgesprächen hatte er aber immer wieder Rückschläge einstecken müssen.

kv

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