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Rauchsäule über München: Der Brand des Kulturpavillons am Romanplatz zog weite Kreise.
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Hatte schon das Bier kaltgestellt: Franz Schröther, Vorsitzender des Vereins Geschichtswerkstatt Neuhausen, der am Montagabend im Kulturpavillon seine Jahreshauptversammlung abhalten wollte.
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Hohe Rauchsäule über München

Kulturpavillon niedergebrannt: Ursache geklärt

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Großeinsatz der Feuerwehr München am Montagmorgen: Der Kulturpavillon in der Nähe des Romanplatzes brannte bis auf die Grundmauern nieder. Am Tag danach ist die Brandursache geklärt. 

München - Den Schlüssel hat Franz Schröther von der Geschichtswerkstatt Neuhausen noch in der Hand. Doch er wird ihn wohl nicht mehr brauchen. Denn das Gebäude dazu ist in Flammen aufgegangen: Ein Brand hat den Kulturpavillon am Romanplatz in der Arnulfstraße 294 Montagfrüh zerstört.

Ein Autofahrer sah um 7.28 Uhr den Rauch. Kurz darauf stand das Gebäude in einem glühend roten Feuerball. Bange Minuten für die Anwohner, bis die Feuerwehr da war. Im Morgenhimmel über dem Münchner Westen stieg eine gigantische Rauchsäule auf. Die Feuerwehr rückte mit mindestens 15 Fahrzeugen aus, um den Brand im Kulturpavillon, einer ehemalige Bücherei zu löschen. Dabei wurden Löschrohre und eine Drehleiter eingesetzt, um die meterhohen Flammen zu bändigen. Der Brand war gegen neun Uhr gelöscht, bis nach elf Uhr bildeten sich laut Feuerwehr aber immer wieder vereinzelte Glutnester. Für die Löscharbeiten wurde die Arnulfstraße zwischen Romanplatz und Steubenplatz vorübergehend gesperrt; daher kam es zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr.  

Das Gebäude ist völlig zerstört

Der Kulturpavillon wurde zerstört. In der Mitte brach sogar das Dach ein. Glücklicherweise war der Ausstellungs-Saal gerade leer. Allerdings verbrannte die Veranstaltungstechnik. Der Brand brach in einer Nische rechts vom Eingang aus. Die Ursache war zunächst unklar. Personen kamen nicht zu Schaden. Das Haus wurde im Laufe des Montags mit einem Bauzaun abgeriegelt, um Passanten vor herunterfallenden Teilen zu schützen. Der Brandgeruch lag auch noch zwei Stunden später über dem Viertel. Den Schaden schätzt die Polizei auf einige Hunderttausend Euro.

Noch während die Feuerwehrler löschten, nahm das Fachkommissariat der Polizei die Ermittlungen auf. Sie ergaben, dass der Brand im Inneren des Gebäudes ausgebrochen war. 

Eine Leserin hat den Brand aus nächster Nähe gefilmt und uns folgendes Video zugeschickt. 

Am Tag danach ist die Ursache des Feuers geklärt

Einen Tag später gibt es dann Gewissheit: Wie die Polizei mitteilt, haben die Brandfahnder gemeinsam mit Gutachtern des LKA die Brandursache ausgemacht. Das Feuer war in einer Nische an der Südseite des Gebäudes ausgebrochen. Ein Nachtspeicherofen, der auf höchster Stufe stand, wurde als Brandursache identifiziert. Direkt vor dem Ofen waren Kartons und andere Gegenstände abgelegt. Die Folge war ein Wärmestau, die kartonagen entzündeten sich. Die flammen griffen dann auf Schrank und Tische über. Schließlich ging das ganze Gebäude in Flammen auf.    

Der Kulturpavillon wurde vom Verein für Stadtteilkultur Neuhausen-Nymphenburg betrieben. Am Montagabend wollte der Verein Geschichtswerkstatt Neuhausen seine Jahreshauptversammlung abhalten. Der Vorsitzende Franz Schröther hatte schon das Bier kaltgestellt.

Hatte schon das Bier kaltgestellt: Franz Schröther, Vorsitzender des Vereins Geschichtswerkstatt Neuhausen, der am Montagabend im Kulturpavillon seine Jahreshauptversammlung abhalten wollte.

Die Tage des Pavillons waren allerdings sowieso gezählt. Dort wird voraussichtlich ab dem Jahr 2019 ein Alten- und Servicezentrum gebaut. Der Verein schaut sich nun nach neuen Räumen um. Schröther und Wolfgang Schwirz, zweiter Vorsitzender des Stadtteilkultur-Vereins, hoffen auf die Unterstützung einer Kirchengemeinde, um nun eine Zwischenlösung zu finden.

Stichwort: Ein bunter Künstlertreff

Der Verein für Stadtteil-Kultur Neuhausen-Nymphenburg nutzte den Pavillon für Ausstellungen, Musik-, Tanz- und Theaterveranstaltungen sowie Workshops und Lesungen. Am 28. April sollten hier Karikaturen und Zeichnungen des Schwabinger Kunstpreisträgers Michael Heininger gezeigt werden. Auch er ist traurig: „Ich habe die unbürokratische Zusammenarbeit mit dem Verein immer so geschätzt.“

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Video: snacktv

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