Wotanstraße 88: Aus Brandschutzgründen kann das Haus bislang nicht genutzt werden. Miete wird trotzdem fällig.

Neue Pläne

Leerstand seit zwei Jahren: In dieses Haus sollten Flüchtlinge einziehen

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Die Stadt hat das Gebäude an der Wotanstraße 88 vor zwei Jahren angemietet, seitdem steht es leer. Nun soll es endlich umgebaut werden

München - Ursprünglich sollten an der Wotanstraße 88 in Nymphenburg Flüchtlinge unterkommen. Dazu hatte die Stadt das Gebäude vor zwei Jahren gemietet. Allerdings steht es seitdem leer – Miete kostet es dennoch. Nun soll dort ein Flexi-Wohnheim entstehen.

Der große Zustrom an Schutzsuchenden im September 2015 hatte für die Stadt Folgen. Die Verwaltung war händeringend auf der Suche nach Unterkünften. Und so mietete das Sozialreferat unter anderem das ehemalige Bürogebäude an der Wotanstraße an. Das Haus mit der Nummer 88 sollte kurzfristig hergerichtet werden, bis zu 400 Flüchtlinge hätten dort Platz finden können. In einem Schreiben an den zuständigen Bezirksausschuss teilte die Stadt im selben Jahr noch mit, das Gebäude sei in gutem Zustand und könne für zehn bis 15 Jahre genutzt werden. Doch dann kam alles anders. „Erst im Zuge der Bestandserfassung stellte sich durch einen externen Brandschutzplaner heraus, dass eine kurzfristige Ertüchtigung überwiegend aus Gründen des Brandschutzes nicht möglich ist“, sagte eine Sprecherin des Sozialreferates unserer Zeitung. Hinzu kam, dass im Jahr 2016 die Flüchtlingszahlen wieder signifikant zurückgingen. Damit verbunden war die Anweisung der Regierung von Oberbayern an die Stadt, die Planungen für dezentrale Flüchtlingsunterkünfte nicht weiter zu verfolgen. Daraufhin zog das Sozialreferat das Objekt an der Wotanstraße 88 als Unterkunft für Wohnungslose in Betracht. Seit diesem Zeitpunkt plant das Amt für Wohnen und Migration zum einen den Umbau des Bürogebäudes zu einem Flexi-Heim zur Unterbringung von anerkannten Flüchtlingsfamilien und wohnungslosen Familien in kommunaler Zuständigkeit. Weiter werden bereits erste Umbaumaßnahmen für das Flexi-Wohnheim vorangetrieben. „Das Gebäude wird somit in einem weitaus besseren Standard ertüchtigt, als dies im Rahmen einer kurzfristigen Ertüchtigung zur Flüchtlingsunterbringung möglich gewesen wäre“, sagt die Sprecherin des Referates.

Einzig über die Mietkosten war nichts zu erfahren. Die Frage stellt sich aber, schließlich zahlt die Stadt seit November 2015. Im Rathaus wird kolportiert, es handle sich um monatlich rund 100 000 Euro, die seitdem für ein leer stehendes Gebäude ausgegeben wurden. Die neuerlichen Planungen des Referates werden wohl im September dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt.

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