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Imam Benjamin Idriz zeigt sich optimistisch, was die Realisierung der geplanten Moschee angeht.

Optimistischer Imam Benjamin Idriz

Moschee am Leonrodplatz: Projekt vor dem Durchbruch

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München - Bekommt München eine repräsentative Moschee? Am Freitag wird im Rathaus über eine Fristverlängerung entschieden, dabei könnte das Projekt bereits vor dem Durchbruch stehen.

Nachdenklich ja, ziemlich zuversichtlich auch – pessimistisch hat man Benjamin Idriz fast nie erlebt. Seit Jahren wirbt der Penzberger Imam für eine repräsentative Moschee in München. Mehrmals versicherte er, man stehe kurz vor dem Ende erfolgreicher Finanzierungs-Gespräche. Doch immer wieder gab es Rückschläge. Und ganz selten konnte man dann doch einen pessimistischen Idriz erleben.

Zum Beispiel im Juli 2013: In einem Haidhauser Hotel hatte Idriz seine Unterstützer versammelt. Rathaus-Politiker, Vertreter aller Religionen, der Konsul der USA – sie alle geben sich mal wieder die Ehre und lobten die Idee, dass in München ein europäischer, westlicher Islam auf Deutsch gepredigt werden soll. Was weiter fehlte, war ein Geldgeber. Und so stand der Imam kurz vor Mitternacht im Foyer des Hotels und sagte nachdenklich: „Wenn die jüdische Gemeinde mehr als zehn Jahre gebraucht hat, dann brauchen wir wohl doch 20 Jahre.“

Grundstück am Leonrodplatz ist reserviert

Gut möglich, dass es doch nur dreieinhalb geworden sind für Idriz und sein Münchner Forum für Islam (MFI). Inzwischen ist Alt-OB Christian Ude der Vorsitzende seines Kuratoriums. Und der sieht das Islamzentrum offenbar unmittelbar vor dem Durchbruch. Die Stadt hat ein Grundstück neben dem entstehenden Kreativquartier am Leonrodplatz für das Islamzentrum reserviert. Dem Vernehmen nach soll der Grundstücks-Verkaufspreis bei etwa vier Millionen Euro liegen. Wieder und wieder hat das Rathaus Idriz mehr Zeit gegeben, um die Finanzierung nachzuweisen. Am Freitag entscheidet der Ältestenrat, ob die Frist noch einmal über den 31. Dezember hinaus verlängert werden soll. Dem Vernehmen nach wäre man wohl bereit, Idriz und seinen Mitstreitern nochmals ein wenig Zeit zu gewähren – denn das Projekt ausgerechnet jetzt zu kippen, da Alt-OB Ude und ranghohe Vertreter der Kirchen im Kuratorium eingebunden wurden, dafür wird keiner verantwortlich sein wollen.

Die positiven Anzeichen mehren sich

Aber möglicherweise ist eine Verlängerung gar nicht mehr nötig. Denn Ude betonte im Gespräch mit unserer Zeitung zwar, es sei noch nichts in trockenen Tüchern. Ihm war sein Optimismus durch das Telefon jedoch förmlich anzuhören. „Ich sehe sehr positive Anzeichen, dass die Möglichkeit des Grunderwerbs bis Jahresende nachgewiesen werden kann“, sagte er. „Und dass es bis dahin eine Perspektive für die Vollfinanzierung gibt.“

Seit Jahren ist von 40 Millionen Euro Gesamtkosten für das Projekt die Rede. Lange galt der Emir von Katar als Wunsch-Geldgeber, nach Informationen unserer Zeitung hat er mittlerweile endgültig abgesagt. Ude und Idriz werben vehement um symbolische Kleinspenden. Offenbar hat man aber inzwischen entscheidende Großspender an der Angel. Zuletzt wurde zum Beispiel über den Sultan von Oman spekuliert.

Für Ude ist klar, dass es nach all den Jahren jetzt eine klare Zusage braucht, um zu überzeugen. „Mit Absichtserklärungen wird der Stadtrat sich nicht mehr zufrieden geben“, sagte er gestern. Benjamin Idriz wollte sich auf Nachfrage nicht zur aktuellen Situation äußern. Aber die Anzeichen mehren sich, dass man in wenigen Wochen wieder einen sehr optimistischen Imam wird erleben können.

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