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Moschee-Projekt: Stadt gibt etwas mehr Zeit

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Von: Felix Müller

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Der Penzberger Imam Benjamin Idriz © fkn

München - Die Stadt München kommt den Initiatoren des Moschee-Projekts entgegen und gibt ihnen mehr Zeit, einen Großspender zu finden.

Nach Informationen des Münchner Merkur hat sie die Frist, in der sie eine Fläche im Kreativquartier am Leonrodplatz reserviert, bis Ende März 2015 verlängert. Bis jetzt hatte es geheißen, der Penzberger Imam Benjamin Idriz müsse bis Jahresende die Finanzierung für das 40 Millionen-Euro-Projekt gesichert haben. Idriz bringt unterdessen neue mögliche Spender ins Spiel.

Anfang 2014 hatte der damalige OB Christian Ude Idriz die Fläche angeboten. Der Imam hatte zuvor stets bemängelt, ohne Grundstück keine Großspender finden zu können. Auf allzu viele weitere Fristverlängerungen darf Idriz nicht mehr hoffen – darauf deutet schon hin, dass die Stadt ihm nun nur ein paar Wochen mehr einräumt. „Es neigt sich langsam dem Ende entgegen“, sagt einer aus der schwarz-roten Koalition.

Für Idriz ist es trotzdem eine gute Nachricht. „Das erleichtert unsere Bemühungen. Wir sind jetzt ein bisschen flexibler“, sagte Idriz am Donnerstag im Gespräch mit unserer Zeitung. Idriz wirbt seit Jahren für sein Projekt einer repräsentativen Moschee in München. Dort will er nach eigenen Angaben auf Deutsch einen Islam in Einklang mit dem Grundgesetz predigen. In seiner Penzberger Moschee gibt es keinen öffentlichen Muezzin-Ruf und kein Minarett. Mit seinem Konzept hat er das Münchner Rathaus überzeugt – die anvisierten Großspender im arabischen Raum aber offenbar immer noch nicht. Das Verwaltungsgericht wird heuer nicht mehr entscheiden, ob der Bürgerentscheid über das Projekt zugelassen wird oder nicht.

Seit Jahren machen Beobachter das Gelingen des Projekts von der Frage abhängig, ob der Staat Katar eine Finanzspritze gibt. Idriz betonte gestern, er habe aber auch bei den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman um Unterstützung geworben. „Wir haben alles getan und können jetzt nur noch warten.“

Wie hoch die Chancen sind, dass die Moschee verwirklicht wird, da will auch Benjamin Idriz sich derzeit nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Schau ma mal“ sagt er nur.

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