Polizei sucht Zeugen

Fiese Masche: 88-jährige Frau wird zum Opfer eines Trickdiebstahls

Am Mittwoch kam es erneut zu einem Vorfall der Trickdiebstahl-Serie. Zum Opfer der Betrugsmasche wurde eine 88-jährige Frau, der Schmuck entwendet wurde. 

München - Am Mittwoch gegen 19.00 Uhr klingelte es mehrmals an der Hauseingangstür der Wohnung einer 88-jährigen Münchnerin in der Leonrodstraße. Nachdem die Seniorin ihre Tür geöffnet hatte, kam eine Frau die Treppe herauf und sagte, dass sie Tabletten für die Bewohnerin, die unter der 88-Jährigen wohnt, abgeben müsse. Die Unbekannte verlangte dann nach einem Zettel, um eine Nachricht zu schreiben. Die beiden begaben sich deshalb in die Küche der Wohnung und schlossen die Tür. Die Münchnerin holte die Schreibutensilien, und die unbekannte Frau kritzelte etwas auf einen Zettel. 

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Die Frau jammerte der Seniorin von ihrem Leid vor

Anschließend fragte sie die 88-Jährige, ob sie ihr einen 100-Euro-Schein wechseln könne. Die Seniorin bat die Unbekannte, dies doch in einem Ladengeschäft zu tun, woraufhin die Frau zu jammern begann. Ihr würde es zuhause nicht gut gehen, und sie müsse ihr Geld immer vor ihrem Mann verstecken. Dabei zielte sie darauf ab zu erfahren, wo denn die Münchnerin ihr Geld so versteckt hätte. Die Frau verwickelte die 88-Jährige dann in ein längeres Gespräch und verließ schließlich die Wohnung, wobei sie den Zettel und den Stift mitnahm. 

Böse Überraschung: Schmuck der Seniorin wurde entwendet

Als die Münchnerin kurz darauf in ihr Schlafzimmer ging, bemerkte sie, dass der Schrank durchwühlt war und Schmuck fehlte. Nach derzeitiger Sachlage dürfte sich in dem Zeitraum, während sich die beiden Frauen in der Küche aufhielten, eine zweite Person unbemerkt in die Wohnung geschlichen und den Schmuck entwendet haben. 

Erst vor kurzem war es zu einem ähnlichen Vorfall in Ramersdorf gekommen. Dort wurde einer 80-jährige Frau Schmuck und Bargeld entwendet.

Täterbeschreibung der Frau:

Bei der Unbekannten handelt es sich um eine ca. 30-40 Jahre alte Frau, etwa 1,60 m groß mit korpulenter Figur. Sie hat blondierte, nackenlange Haare, war ungeschminkt, sprach hochdeutsch und trug einen hellen Stoffmantel. 

Zeugenaufruf der Polizei München:

Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Leonrodstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 

 

Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Medikamentenlieferanten oder ähnliche unbekannte Personen in die Wohnung einzulassen. Empfänger von Briefen oder Paketen, die vom Zusteller nicht angetroffen werden, erhalten eine Benachrichtigungskarte. Jeder berechtigte Lieferant ist im Besitz einer solchen Benachrichtigungskarte. Und denken Sie bitte immer daran: Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Im Zweifelsfall rufen Sie bitte sofort den Polizeinotruf 110 an!

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mm/tz

Rubriklistenbild: © Symbolbild / dpa / Patrick Pleul

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