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Der Fund von zwei Handgranaten in München ist mysteriös. Die Polizei ist alarmiert und sucht Zeugen (Symbolfoto).

Polizei sucht dringend Zeugen

Zwei scharfe Granaten in München entdeckt - Rätsel um mysteriösen Fund 

Der Fund von zwei scharfen Handgranaten in München ist mysteriös. Die Sprengkörper wurden von Passanten zufällig gefunden und lagen noch nicht lange im Wasser. 

München - Nachdem ahnungslose Passanten in München im Nymphenburg-Biedersteiner Kanal zwei Handgranaten gefunden haben, sucht das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) nun nach Zeugen.

„Wir sind besorgt, dass jemand in unregelmäßigen Abständen immer wieder Granaten in den Kanal wirft“, sagt LKA-Sprecher Fabian Puchelt (29). Die beiden Granaten – es handelt sich um neuere Modelle, die immer noch im militärischen Gebrauch sind – können noch nicht allzu lange im Wasser gelegen haben.

Besonders gefährlich: Handgranaten waren voll funktionsfähig

Die erste der beiden funktionsfähigen jugoslawischen Handgranaten fand ein Passant im Juni 2017 im Kanal entlang der Barlachstraße. Sie trieb in einem olivgrünen, verschraubten Transportbehälter im Wasser. Die im Oktober 2018 entdeckte Handgranate lag unverpackt auf dem Grund des Kanals am Petuelring, Ecke Belgradstraße. Die Polizei suchte die Fundstellen jeweils unmittelbar intensiv und weiträumig ab.

Da in den vergangenen Jahren regelmäßig Granaten entdeckt wurden, haben sich die Sprengstoffexperten des LKA den Kanal erneut vorgenommen. Am 19. und 25. Juni untersuchten sie das Gewässer, auch um Gefährdungen für Badende auszuschließen. Dabei haben sie keine weiteren Handgranaten gefunden.

Anwohnerin: „Ich finde das sehr bedenklich“

Trotzdem sind die Anwohner besorgt. „Würde es sich um alte Handgranaten handeln, dann hätte man sie vor der Eröffnung des Petueltunnels finden müssen. Damals war hier alles Baustelle“, sagt etwa Astrid A. (55), die mit ihrem Hund Beppo öfter den Kanal entlang spaziert. „Ich finde das sehr bedenklich. Nicht nur Hunde gehen hier schwimmen, auch Kinder planschen im Wasser.“

Astrid A. mit ihrem Hund Beppo: „Nicht nur Hunde gehen hier schwimmen, auch Kinder planschen im Wasser.“

Das LKA bittet Personen, die etwas Verdächtiges bemerkt haben, unter der Telefonnummer 089/12120 anzurufen. 

Immer wieder sorgen auch Fliegerbomben-Funde in München für Aufsehen. So wurde ein Blindgänger im Juni in Freimann entschärft.

Eine Joggerin fand in einem Waldstück in Kemnath einen mysteriösen Gegenstand, wie Merkur.de* berichtet. Sie lackierte das Ding um und verwendete es als Deko. Doch als sie das Stück genauer betrachtete, rief sie die Polizei.

Einen unfassbaren Fund machte die Polizei hingegen auf der Autobahn bei Osnabrück, wie nordbuzz.de* berichtet. 

Ein Nürnberger Metallsammler (35) findet in einem Waldstück nahe des Eisweihers in Nürnberg-Fischbach eine Weltkriegsgranate. Bei der Reinigung in seiner Wohnung kommt es zur Explosion. Erst Tage später wird die Polizei verständigt.

Ein Mann (22) war in der Nähe von Saldenburg spazieren und fand eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie hätte jederzeit explodieren können - die Lage war gefährlich.

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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