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Im Dezember 2016 brannte es im Vereinsheim des FC Teutonia. 

Vereinsmitglieder helfen bei Wiederaufbau

Nach 15 langen Monaten: Teutonia hat nach dem Brand wieder eine Heimat

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Seit ein Großbrand im Vereinsheim des FC Teutonia München einen Schaden von 250.000 Euro verursacht hat, sind 15 Monate vergangen. Nun herrscht wieder Aufbruchstimmung, nachdem der Großteil des Vereinsheims saniert wurde und die erste Mannschaft wieder zu Hause spielen darf.

Der 18. Dezember 2016 geht sicher als der schlimmste Tag in die Geschichte des FC Teutonia ein. Am Rande einer Weihnachtsfeier brannte das gesamte Vereinsheim aus, wobei sämtliche Trikotsätze, Trainingsgeräte und Bälle verbrannten. Besonders das Gebäude selbst wurde in Mitleidenschaft gezogen, da der Brand sich auf Kabinentrakt, Sanitäranlagen und die Gaststätte ausbreitete. Die Feuerwehr musste mit Atemschutztrupps anrücken, um die Flammen im qualmenden Gebäude zu löschen.

Welle von Solidarität nach Brand

Auf die Schreckensnachricht folgte eine Welle von Solidaritätsbekundungen in Form von Geld- und Sachspenden von allen Seiten. Doch nicht nur kleine Vereine aus der Nachbarschaft boten ihre Hilfe an, sondern auch die Verbände BFV und DFB spendeten für den Kreisklassisten. Der FC Bayern übergab sogar eine beachtliche Spende und beteiligte sich außerdem mit einer zusätzlichen Spendenaktion. Beim Regionalliga-Derby der vergangenen Saison gegen die zweite Mannschaft des TSV 1860 ging pro Ticket je ein Euro an die Teutonen. Der Drittligist SpVgg Unterhaching, der finanziell in anderen Ligen spielt, trat zugunsten der Teutonen bei einem Benefizspiel an. Gegen die "Allstars des Münchner Amateurfußballs" spielten die Profis vor rund 550 Zuschauern auf dem Gelände des FCT am Olympiapark. Die Einnahmen rund um das Spiel gingen komplett in die Kassen der Schwarz-Gelben.

Brand beim FC Teutonia: 250.000 Euro Schaden

Ein langes Jahr 2017 liegt hinter den Teutonen

Das Schicksal des Münchner Traditionsvereins, der vor 113 Jahren gegründet wurde, berührte jedoch nicht nur die Münchner Fußballfamilie. Auch mit den Einnahmen eines Benefizkonzerts mit mehreren Bands und anschließender Party halfen dem Verein weiter, der nun Stück für Stück an seinem Wiederaufbau arbeitet. Mitglieder packen selbst mit an Ein langes Jahr 2017 voller Veränderungen liegt hinter dem FC Teutonia. Die Frauenmannschaft musste für Ligaspiele auf andere Plätze ausweichen, ehe man sich in einem Container-Provisorium umziehen konnte. Fertig saniert wurde zuerst der Gastraum, ehe der Neubau des Vereinsheims anstand, der nun fast abgeschlossen ist. 

Die rund 700 Mitglieder sind in der schweren Zeit zusammengerückt und halfen zusammen. Externe Hilfe und Spenden sind zwar zu genüge beim Verein eingegangen, doch das Handwerk selbst bleibt nun zum Großteil bei den Vereinsmitgliedern hängen. So packten ausschließlich freiwillige Helfer am vergangenen Wochenende an, um die Bänke und Haken in den mittlerweile sanierten Kabinen anzubringen. Dank der Hilfe können die Teutonen in der anstehenden Rückrunde ihre eigene Anlage wieder bei Heimspielen der Kreisklasse nutzen. Auf der Vereins-Homepage sowie auf Facebook lädt der Verein zu Arbeitsdiensten ein, bei denen sich Spieler und Spielerinnen aller Altersklassen, Trainer und Eltern bei der Renovierung des Vereinsheims einbringen können. Nächster Termin ist der 17. März 2018, an dem weiter am Kabinenausbau gearbeitet wird.

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