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Der Mietvertrag für das „Kaffee, Espresso & Barista“ in Neuhausen wird nicht verlängert.

„Kommunikationszentrum an der Ecke“

Stammgäste sind entsetzt: Darum muss dieses beliebte Café jetzt schließen

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Stammgäste sind geschockt. Ein beliebtes Cafe in Neuhausen muss dicht machen - der Hausbesitzer hät das Lokal für nicht mehr zeitgemäß.

Neuhausen-Nymphenburg - Mit all den Kaffeemaschinen im Schaufenster wirkt das Lokal wie eine Reparaturwerkstatt. Doch der ­äußere Eindruck täuscht: Innen eröffnet sich ein gemütliches Café im Stil der 50er-Jahre. Längst hat sich die Kaffee-Bar mit dem etwas holprigen Namen „Kaffee, Espresso & Barista“ als Treffpunkt in Neuhausen eta­bliert. Doch bald muss Inhaber Thomas Leeb (62) sein Lokal an der Ecke Schul- und Schlörstraße zusperren. Denn: Die Hausverwaltung hat seinen Mietvertrag nicht verlängert.

Betreiber Thomas Leeb sieht sich bereits nach einem neuen Lokal um.

Im April wird Leeb das Café schließen, denn bis Ende Mai muss er alles zurückgebaut haben und die Räume an die Hausverwaltung übergeben. Ihn ärgert das sehr. „Hier war tote Hose, bevor wir kamen“, sagt er. Und: „Wir sind hier das Kommunikationszentrum in der Ecke. Der Hausverwalter möchte nun von unserer Frequenz profitieren und ein neues Restaurant reinbringen.“

So argumentiert der Vermieter

Kay Einkammerer von der Allhaus Verwaltung hingegen findet Leebs Café „nicht mehr zeitgemäß“. Er will umbauen und die Lokaltechnik auf den neuesten Stand bringen. Ein Ganztages-Gastronomiebetrieb soll einziehen.

Noch prägen pastellfarbene Wände, schwere Ledersofas, kleine Nieren­tische und alte Werbeplakate das Lokal. Nicht mehr zeitgemäß? Gerade diese Einrichtung mache ja den Charme aus, finden viele Stammgäste. „Hier ist es halt nicht so geschleckt“, sagt Nachbar Jürgen Katzenberger (47).

Stammgäste verstehen die Welt nicht mehr

Auch viele andere Gäste bedauern das Aus. In der Schlange vor der Theke steht Klaus Schmid (75) für einen Kaffee an. Er wohnt in Steingaden bei Füssen, und jedes Mal, wenn er nach München kommt, führt ihn sein Weg ­direkt ins Café Barista. „Hier gibt es den besten Kaffee.“

Auch im Glockenbach hat sich kürzlich ein beliebter Laden verabschiedet - allerdings aus ganz anderen Gründen.

Die Stammgäste möchten ihr Kommunikationszentrum an der Ecke behalten.

Ein Trost: Leeb betreibt im Viertel noch zwei weitere Läden: das Café Kolonial und die Kapotheke, beide in der Donnersbergerstraße. Der Gastronom möchte das Dreiergespann unbedingt erhalten und sucht schon ein neues Lokal in Neuhausen. Größe: 100 bis 200 Quadratmeter – damit Platz ist für all seine Schätze.

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