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Der Rotkreuzplatz im Zeitvergleich: Heute ist er ein beliebtes Geschäftszentrum mit vielen Einzelhändlern...
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früher sah es dort idyllischer aus.

Stadtteil feiert 850-jähriges Bestehen 

Zum Geburtstag: 9 Fakten über Neuhausen und Nymphenburg

Neuhausen - das mit Nymphenburg Münchens 9. Stadtbezirk bildet - hat einen Grund zum Feiern: Seit 850 Jahren besteht der Stadtteil. Wir haben neun Fakten über den Bezirk gesammelt.

München - Der Stadtbezirk 9 sagt nicht jedem etwas. Neuhausen-Nymphenburg hingegen ist nicht nur alteingesessenen Münchnern ein Begriff. Wir haben spannende Fakten gesammelt.

1. Mehr als 1291 Hektar umfasst der Münchner Stadtteil, der es auf 98.700 Einwohner bringt. Nur Ramersdorf-Perlach hat ein paar Einwohner mehr. 

2. Ganz zur Freude der Nympenburger und Neuhauser ist die Tatsache, dass es hier nicht nur verkehrsreiche Straßen gibt, sondern Grünflächen, die es in sich haben und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind. Dazu gehören der über 100 Jahre alte Botanische Garten, Schloss Nymphenburg und der Hirschgarten. Letzterer wird von Joggern, Kindern und Bierfreunden gleichermaßen geschätzt. Aus unterschiedlichen Gründen.

3. Ob Nymphenburg oder Neuhausen: In beiden Stadtvierteln gibt es einen hohen Häuserbestand, der zum Großteil unter Denkmalschutz steht. Rund um das Wittelsbacher Schloss Nymphenburg hat sich eine gewisse Oberschicht angesiedelt, was man an den edlen Fassaden, den Vorgärten und den großen Grundstücken erkennen kann. Mancher Hausbesitzer mag sich sogar als Schlossherr fühlen.

4. Nicht ganz so aristokratisch geht es in Neuhausen zu. Hier findet man genossenschaftlich organisierte Wohnanlagen wie die Eisenbahner-Siedlung oder die GeWoFag-Wohnanlage entlang der Arnulfstraße. Einen weiteren Wachtumsschub erfuhr Neuhausen in jüngerer Zeit, als die neue S-Bahnstation an der Friedenheimer Brücke entstand – besser bekannt als „Hirschgarten“. Damit verkürzt sich die Fahrt zwischen „Donnersberger Brücke“ und „Laim“ ganz erheblich. Das neue Quartier am Hirschgarten bietet zusätzlichen Wohnraum für rund 4 600 Menschen und 5 500 Arbeitsplätze. Der 9. Stadtbezirk ist nicht nur eine Wohn- und Grünanlage. Hier finden sich zahlreiche Institutionen, die teilweise weit über München hinaus bekannt sind.

5. Wer in der Dachauer Straße unterwegs ist, ist mit Sicherheit schon am Bundeswehrverwaltungszentrum und Kreiswehrersatzamt vorbeigefahren. Die Niederlassung der Deutschen Bahn AG gehört ebenso zum 9. Stadtbezirk wie die Kliniken Rot-Kreuz-Krankenhaus am gleichnamigen Platz in Neuhausen, das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder an der Romanstraße und das Krankenhaus Dritter Orden mit Kinderklinik an der Menzinger Straße in Nymphenburg. 

Gegenüber dem Klinikum befindet sich der Botanische Garten, eine einzigartige Sammlung heimischer und exotischer Pflanzen. Vor allem die Kakteenhäuser erfreuen sich besonderer Beliebtheit bei vielen Münchnern und Gästen aus aller Welt. Ein Blick in die Festschrift lohnt sich auf jeden Fall. Vor allem die Neuhauser erfahren detaillierte Informationen über ihren Stadtteil, der doch so viel zu bieten hat. 

Neuhausen ist in kirchlicher Hinsicht ein Juwel

6. Nicht zuletzt in kirchlicher Hinsicht ist Neuhausen ein Juwel. Wer kennt sie nicht, die Dom-Pedro-Kirche (St. Theresia) samt Kloster, direkt am Mittleren Ring? Sie ist eine Art Filialkirche zur bisherigen Herz-Jesu-Kirche, dem größten und einzigen Gotteshaus in Neuhausen. 

7. So wichtig eine Kirche samt Kloster und Pfarrsaal für die Gläubigen ist, genauso wenig duldeten Anfang des 20. Jahrhunderts neue Postler-Wohnungen einen Aufschub. Deren Behausungen waren extrem und schäbig. Zwei Familien in einem meist feuchten und dunklen Keller- oder Speicherraum waren keine Seltenheit. Den Postlern blieb damals nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen. 

Sie gründeten am 6. September 1908 die „Baugenossenschaft München des Bayerischen Post- und Telegrafenverbandes“. Von da an ging‘s bergauf. Mit zunehmender Einwohnerzahl wuchs auch die Infrastruktur kräftig mit. So wurde 1905 der FC Teutonia München gegründet.

8. Neue Schulen durften ebenfalls nicht fehlen. Die Hirschbergschule, die Schule an der Alfonsstraße und die Schule am Dom-Pedro-Platz zeugen noch heute von einem vielfältigen Bildungsangebot, das es bereits vor über 100 Jahren gab. Man könnte noch so viel über einen der ältesten Münchner Stadtteile erzählen. 

Die Geschichte des Bezirkes - wie er entstanden ist

9. Einen sollte man allerdings nicht vergessen: Karl Scharnagl, Münchens ersten Oberbürgermeister nach dem Krieg. Er hatte bereits 1945 die Idee zu sogenannten Aktionsausschüssen, die zwei Jahre später in Bezirksausschüsse übergingen. Der Bezirk 23 Neuhausen-Nymphenburg gehörte damals noch zu den Kernbezirken. Die Grenzen des BA 23 unterschieden sich vom heutigen BA 9 doch erheblich. Erst die Neueinteilung der Bezirke im Jahr 1992 führte zum 9. Stadtbezirk unter dem Namen Neuhausen-Nymphenburg. Vorsitzende ist seit 2014 Anna Hanusch. 

Johannes Danner

Informationen zu den Feierlichkeiten zum 850-Jährigen: Hoch her geht’s in Neuhausen in der letzten Juni-Woche. Mit einer Stadtteilwoche, von Freitag, 23. bis einschließlich Donnerstag, 29. Juni, feiert der Münchner Ortsteil sein 850-jähriges Bestehen. Man glaubt es kaum, aber allein am Infomarkt, der am 24. und 25. Juni am zentralen Festplatz im Hirschgarten stattfindet, beteiligen sich mehr als 40 Vereine, Verbände und Institutionen.

Die Eröffnung liegt in bewährten musikalischen Händen: Den „Wellbuam“, die ab 19.15 Uhr mit Musikkabarett vom feinsten sorgen. Der Kreis schließt sich am Donnerstag, 29. Juni mit den drei Schwestern der „Wellbuam“, besser bekannt als „Wellküren“. Für die richtige musikalische Umrahmung und tolles Kabarett ist also gesorgt. Dazwischen gibt es im Zirkus- und Gastronomiezelt täglich unterschiedliche Darbietungen - bei freiem Eintritt. Am 24. Juni steht sogar ein bayerischer Nachmittag auf dem Programm. Einen Tag später tritt Stefan Leonhardsberger auf. Hinzu kommen Konzerte, Ausstellungen, Aktionen und Infoangebote an vielen anderen Standorten. Als da wären: Kulturpavillon am Romanplatz, Import- Export im Kreativquartier, Werkhaus und mehrere Kirchen. Zwölf Ausstellungen und 37 Führungen sind bereits geplant. Dazu gehört auch das Waffen- und Kriminalmuseum im Landeskriminalamt. Hinzu kommen historische Rundgänge mit der Geschichtswerkstatt Neuhausen.

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