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Dieses Foto von Marco Schütte zeigt den Bock, der am Dienstag im Nymphenburger Schlosspark von frei laufenden Hunden gerissen wurde.

„Tod hat mich sehr bestürzt“

Trauer um gerissenen Rehbock: Fotograf verliert besten Freund

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Der im Nymphenburger Schlosspark von einem Hund gerissene Rehbock lässt einen Wildtierfotograf trauernd zurück. Dieser kritisiert den laschen Umgang mit der Leinenpflicht.

München - Marco Schütte legt sich gerne auf die Lauer. Mit seiner Kamera bewaffnet, wartet der 46-Jährige oft stundenlang darauf, dass ihm ein Reh vor die Linse springt. Seit zwei Jahren ist der Nymphenburger Schlosspark Schüttes liebstes „Jagdrevier“. Der Rehbock, der am vergangenen Dienstag von einem frei laufenden Hund gerissen wurde, war sein bester Freund. „Der Bock war der älteste, den ich im Laufe meiner 30-jährigen Karriere als Wildtierfotograf je fotografiert habe“, erzählt Schütte, „sein Tod hat mich sehr bestürzt.“

Die Statur, die Musterung, der trübe Fleck im linken Auge - Marco Schütte hat seinen tierischen Bekannten auf dem Foto unseres Artikels sofort erkannt. Zuletzt hatte der Wild­tierfotograf den Bock im Herbst vergangenen Jahres vor die Linse bekommen. Und dann „ganz überraschend am Rosenmontag noch einmal“. Dass sich die beiden an diesem Tag das letzte Mal gegenüber stehen würden, ahnte der Münchner freilich nicht.

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„Bock war schon um die zehn Jahre alt“ 

„Der Bock war schon um die zehn Jahre alt“, erzählt Schütte, „schon ein bisserl gebrechlich und auf dem linken Auge blind - ich habe mich riesig gefreut, dass er noch lebt!“

Dass der Bock nun von einem Hund gerissen wurde, überrascht den 46-Jährigen nicht wirklich. Denn das Wild im Park sei an Hunde gewöhnt, so Schütte, „da setzt kein Flucht­instinkt mehr ein.“ Wenn ein Bock dann auch noch alt, gebrechlich und halb blind ist, hätten Hunde leichtes Spiel.

Tierfreund und Fotograf: Marco Schütte trauert um den gerissenen Rehbock.

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Schütte erhofft sich bessere Aufklärung der Parkbesucher

„Es sind zum Glück nicht viele, die ihre Vierbeiner frei laufen lassen“, erzählt Schütte. Trotzdem sei jeder Hundehalter, der sich nicht an die Leinenpflicht hält, einer zu viel. „Ich würde mir wünschen, dass die Parkbesucher besser aufgeklärt werden“, so Schütte, „die meisten wissen nämlich überhaupt nicht, dass es hier Rehe gibt.“

Eine Möglichkeit wären auffälligere Schilder mit Erklärungen. „Hier muss endlich etwas passieren, damit das Wild nicht das gleiche Schicksal ereilt wie die Hasen, die hier seit ein paar Jahren ausgestorben sind.“

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SB

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