Ärger um den Starkbieranstich

Eklat um Einladungen: Nockherberg watscht Stadträte ab

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Die Salvatorprobe am Nockherberg ist erst in gut einem Monat – doch schon jetzt gibt es massig Ärger um den traditionellen Starkbieranstich am 8. März:

Update vom 8. März 2017: Welche Witze zünden? Welche nicht? Wie ist die Fastenpredigt? Und wie das Singspiel. Wir bieten auch zum Nockherberg 2017 einen Live-Ticker. Hier verpassen Sie keinen wichtigen Moment.

München - Einige Stadträte fühlen sich sauber abgewatscht, da sie im Gegensatz zu vorigen Jahren nicht eingeladen wurden! Einer drohte der Paulaner-Brauerei gar mit Lizenzentzug fürs Oktoberfest. Im Ernst?

Richard Quaas hat Ärger...

Vorige Woche verschickte die Brauerei die 560 Eintrittskarten für das im BR live übertragene Kabarettspektakel auf dem Nockherberg mit Luise Kinseher als schimpfender Bavaria (hier erfahren Sie, wie Sie das Derblecken live im TV und im Live-Stream verfolgen können). Neben den Größen der Bundes- und Landespolitik sowie Geschäftspartnern wurden seitens der Stadt die Bürgermeister, Referenten, Fraktionschefs, Mitglieder des Ältestenrates, die Planungs- und Wirtschaftssprecher der Fraktionen sowie der Wiesnstadtrat Otto Seidl (CSU) eingeladen. Die 40 Mitglieder des Planungs- und des Wirtschaftsausschusses standen im Gegensatz zu früheren Jahren nicht auf der Liste. Dafür gab es Kontingente von je vier Tickets für die großen Fraktionen SPD und CSU. So weit, so gut.

... mit Helmut Schmid (SPD, Mitte) - der CSU-Politiker hatte Andreas Steinfatt mit Bierzeltentzug gedroht. „Im Scherz“, wie Quaas sagt.

Montagabend auf der Galanacht der Münchner Gastronomie im Deutschen Theater: Stadtrat Richard Quaas (CSU) steuert auf den Chef der Paulaner-Brauerei Andreas Steinfatt zu. Quaas gehört zu den nicht eingeladenen Gästen und sagt zu Steinfatt: „Beabsichtigt ihr heuer ein Zelt weniger auf der Wiesn aufzustellen?“ Steinfatt ist konsterniert, Quaas schiebt nach: „Ich habe gehört, Sie verzichten bei uns auf die traditionelle Einladung – wir könnten auf das Zelt verzichten.“ Rumms! Doch: „Das war“, so beteuerte Quaas gestern, „natürlich ein Scherz, wir kennen uns seit Jahren.“ Und: „Natürlich wird die Vergabe von Wiesnzelten nicht von Einladungen abhängig gemacht.“ Doch Helmut Schmid, SPD-Sprecher im Wirtschaftsausschuss, findet Quaas’ Aussagen nicht witzig: „Die SPD-Stadtratsfraktion distanziert sich von derartigen Äußerungen, weil sie unsinnig sind und den Stadtrat in ein völlig falsches Licht stellen.“

Bei Paulaner versteht man die Aufregung nicht: „Wir setzen uns jedes Jahr nach der Wiesn zusammen und erstellen eine neue Einladungsliste“, so eine Sprecherin. Zu Quaas’ Aussagen will man sich nicht äußern. 

Sie sind eingeladen, boykottieren aber den Starkbieranstich

Während andere sich ärgern, nicht eingeladen worden zu sein, werden diese beiden Damen dem Nockherberg fernbleiben – obwohl sie naturgemäß eine Einladung bekommen: Sozialministerin Emilia Müller (CSU) und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) wollen das Politiker-Derblecken boykottieren. Müller war im Vorjahr von Mama Bavaria in der Fastenpredigt als „blindes Huhn“ bezeichnet worden. Landtagspräsidentin Barbara Stamm hatte den generellen Umgang mit Politikerinnen beim Derblecken als „frauenfeindlich“ und „zu verletzend“ empfunden. Der Geschäftsführer der Paulaner-Brauerei, Andreas Steinfatt, könne sie deshalb von der Einladungsliste für 2017 streichen.

Der Nockherberg - ein Spektakel mit Luise Kinseher als Bavaria.

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