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Neuling auf dem Nockherberg: Richard Oehmann hat heuer erstmals das Singspiel beim Derblecken inszeniert.

Interview nach der Premiere beim Derblecken

Singspiel-Regisseur gibt zu: „Hab’ nur auf die Politiker geschaut“

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Für Richard Oehmann war das Singspiel auf dem Nockherberg in diesem Jahr eine Premiere. Der Regisseur inszenierte erstmals das Stück beim Derblecken. Im Interview gibt Oehmann seine Einschätzung.

München - Richard Oehmann hat sein Debüt auf dem Nockherberg hinter sich - und zeigt sich trotz gemischter Reaktionen zufrieden. Der Weilheimer hat das Singspiel „Die glorreiche 7“ zusammen mit Stefan Betz geschrieben.

Herr Oehmann, haben Sie gut geschlafen nach diesem Auftritt auf dem Nockherberg? Oder sind Sie gar nicht dazu gekommen?

Oehmann: Wir haben sehr lang mit fast allen Beteiligten gefeiert und die Lieder noch mal viel lauter gespielt als bei der Aufführung zuvor. Heute bin ich dann viel zu früh aufgewacht und hab’ mir bald in der BR-Mediathek die Aufzeichnung angeschaut. Am Mittwochabend hab’ ich nämlich gar nicht auf den Bildschirm oder gar auf die Bühne gesehen, sondern nur direkt auf die Politiker.

Wie ging der Abend für Sie nach der Fernsehübertragung weiter?

Oehmann: Nach so einem Stück hat man ja allerhand zu besprechen oder zu bejubeln. Wir haben noch ein Teamfoto auf der Bühne gemacht und im Saal Essen bekommen. Ich habe später die Wiedervereinigung von Elmar Wepper und Uschi Glas herbeigeführt. Wenn man die Heinls aus „Polizeiinspektion 1“ schon mal im selben Raum hat, muss man das doch feiern.

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Gab’s eine Reaktion auf das Singspiel, die Sie richtig gefreut hat?

Oehmann: Schlechte Kritiken bekommt man an so einem Abend ja eh nicht ins Gesicht gesagt. Gefreut hat mich, dass es dem vorigen Singspiel-Autoren Thomas Lienenlüke, der Luise Kinseher und der Ilse Neubauer gefallen hat. Und die wichtigste Zielgruppe war schon am Vorabend überzeugt. Da waren Freundin, Mutter, Tante und ein paar Freunde schon in der Generalprobe. Und sie haben anscheinend durchaus gelacht.

Wie zufrieden waren Sie selber mit dem Singspiel?

Oehmann: Wir haben, glaub’ ich, unsere Ideen ganz gut umsetzen können, alle Blödeleien, versteckte und offene Gemeinheiten, auch die schwierigeren Musiknummern. Die Schauspieler und Musiker haben dann viele gute Momente dazu geschaffen, der Stephan Zinner zum Beispiel hat erst vor Publikum richtig aufgedreht. Leider sind bei der Fernsehaufzeichnung ein paar Fehler passiert. Der Moment, in dem sich rausstellt, dass Natascha Kohnen für die anderen Figuren tatsächlich unsichtbar wird, ist leider völlig untergegangen. Da haben wir beim Schreiben mehr gelacht, als am Mittwoch der ganze Saal. Vielleicht haut das Absurdere in so einer Riesenhalle einfach nicht hin. Ich find’s trotzdem noch lustig.

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Was war für Sie die wichtigste Erfahrung in den vergangenen Wochen?

Oehmann: Dass es angenehmer ist, möglichst nur mit netten Leuten zu arbeiten, hab’ ich vorher schon gewusst. Ein paar haben sich dann drüber hinaus noch als höchst fähig erwiesen, die Schauspielerin Nikola Norgauer zum Beispiel, die trompetende „Junge Union“ oder ein paar Typen vom BR.

Und, bleiben Sie dem Nockherberg erhalten? Werden Sie das Singspiel nächstes Jahr wieder inszenieren?

Oehmann:Jetzt kommt ja zum Glück erst mal der Frühling.

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