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Wo ist die Prominenz abgeblieben? Zum Auftakt des Starkbierfestes am Nockherberg ging es beschaulich zu.

700 Einladungen gehen jährlich raus

Promi-Alarm am Nockherberg: Warum waren so wenige Stars da?

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München - Der Nockherberg 2017 wartet mit einer unerfreulichen Überraschung auf - viele Promis bleiben dem Auftakt des Festes fern. Doch wie gehen die Veranstalter überhaupt vor?

Es gilt seit Jahrzehnten als ehernes Gesetz: wer hier nicht eingeladen ist, spielt keine Rolle. Der Nockherberg ist der Berg der Mächtigen, der Berg, wo sich Politiker ihre verbalen Watschn abholen und anschließend alles mit Starkbier runterschwappen. Aber auch der Berg, wo Wirtschaftsbosse neben Volksschauspielern und Freistaat-Prominenz Platz nehmen.

Doch waren die alle am Mittwochabend? Einflussreiche Größen wie Unternehmensberater-Legende ­Roland Berger, Argenta-Chef Helmut Röschinger, Spitzenmanager Dr. Wolfgang ­Reitzle (Linde) oder Audi-Boss Rupert Stadler aus Seehofers Heimatstadt fehlten komplett. Und was war mit Bühnen- und Fernsehgrößen wie Otti Fischer, Veronika von Quast, Carolin Reiber, Dr. Antje-Katrin Kühnemann, Jutta ­Speidel, Elmar Wepper oder Michaela May? Fehlalarm.

Glänzten durch Anwesenheit: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (l.) Finanzminister Markus Söder und Umweltministerin Ulrike Scharf hoben die Tassen.

Neue Gesichter wie Max von Thun und Harry G

„Otti Fischer hat uns kurzfristig aus Krankheitsgründen abgesagt“, sagt Paulaner-Sprecherin Birgit Zacher. Wie auch Constantin-Boss Oliver Berben. Bewusst weniger habe man nicht eingeladen. Man ändere aber jährlich die Gästeliste. „Wir wechseln durch, schauen auch, dass wir neue Leute, wie heuer Max von Thun oder Harry G einladen.“ Und mancher hätte bereits vor Wochen abgesagt: „­Maximilian Brückner zum Beispiel dreht, auch die Saskia Vester hatte keine Zeit“, so Zacher.

Dann habe man Plätze für für die Josef-Schörghuber-Stiftung verlost, von Rosi, also aus dem Umfeld von Regisseur Markus Rosenmüller durften Leute dabei sein und natürlich: die Geschäftsführung von Paulaner und Schörghuber will ihre wichtigsten Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter unterbringen. Prominenz ist da eben nicht immer darunter.

Willkommen zurück: FCB-Präsident Uli Hoeneß (l.) und sein Vorgänger Karl Hopfner ließen es sich schmecken.

„700 Einladungen werden verschickt“

Das System funktioniert so: „Wir setzen uns in großer Abstimmungsrunde zusammen. Jeder schlägt Gäste vor. Wir fangen jedes Jahr wieder bei Null an, Stammgäste oder Leute, die fest auf der Liste stehen, gibt es nicht“, versichert Zacher. Kurz nach Weihnachten werden dann die rund 700 Einladungen verschickt. Ein Erfahrungswert. „Ein Teil sagt dann rasch ab, der Großteil zu, so dass wir die 560 Plätze gut füllen können.“ Ausladen musste man bis dato noch niemand, „nachladen“ schon eher. Da rutscht dann der ein oder andere Prominente schon mal wieder auf die Liste. Es soll sogar vorkommen, dass mancher anruft, ob man nicht doch noch an ihn denken könnte... Dabei sein möchten also schon alle, nur einladen tut man sie eben nicht.

„Es gibt jedes Jahr extakt 560 Plätze“, so Zacher. Kein Stuhlbein mehr, sonst greife die Feuerwehr ein. „Es bleibt aber auch kein Platz leer, selbst wenn Otti Fischer erst am selben Tag absagt“, so Zacher. Dann wird nochmal umgesetzt, denn die Hierarchie muss auf jeden Fall bestehen bleiben: je wichtiger, desto weiter vorne...

Die schönsten Bilder vom Nockherberg

Maria Zsolnay

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