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Der OEZ-Trittbrettfahrer, Ljupco S., wurde auf Bewährung in die Psychiatrie eingewiesen. 

Psychiatrie auf Bewährung

Trotz OEZ-Todesdrohung: Trittbrettfahrer darf nach Hause

München - Der Trittbrettfahrer, der nach dem Amoklauf am Olympia-Einkaufszentrum eine ähnliche Tat angedroht hatte, wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Allerdings auf Bewährung. 

Fünf Monate nach dem Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München hat das Landgericht München I einen psychisch kranken Trittbrettfahrer (53) in die Psychiatrie eingewiesen. Die Einweisung wurde allerdings zur Bewährung ausgesetzt, so dass der 53-Jährige am Freitag noch im Gerichtssaal auf freien Fuß kam. Als Auflage muss er gewissenhaft seine Medikamente einnehmen. Die vergangenen Monate hatte er in der geschlossenen Psychiatrie verbracht.

Der Mann, der seit dem frühen Jugendalter in Australien lebt, hatte am 26. Juli 2016 aus der Münchner Wohnung eines Verwandten eine bedrohliche E-Mail an eine Mitarbeiterin der australischen Rentenbehörde geschickt. Er forderte eine Invalidenrente, andernfalls werde er es dem Münchner Attentäter gleich tun - allerdings werde er es nicht bei neun Toten belassen. Der Mail fügte er Fotos von sich vor dem Blumenmeer am OEZ an. Die australischen Behörden schickten einen Warnhinweis nach Deutschland.

Der 53-Jährige, der an paranoider Schizophrenie leidet, hatte drei Tage lang seine Tabletten nicht eingenommen, erklärte er vor Gericht. Als er eine negative Nachricht der australischen Behörde bekam, sei im Fernsehen gerade ein Bericht über die Bluttat gekommen. Er sei wütend gewesen und habe die Mail geschrieben. Er entschuldigte sich mehrfach dafür. „Es war ein Fehler von mir“, sagte er zum Gericht, „bitte vergeben Sie mir“.

Mitte August hatten Beamte den Trittbrettfahrer festgenommen

dpa

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