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So soll der erste Pferde-Freizeitpark weltweit aussehen: Zwölf Themenparks und ein Showpalast sollen bis kommenden Sommer in Fröttmaning entstehen.

Fröttmaning

Apassionata plant gigantischen Erlebnispark

München - Apassionata hat seine Pläne für den Pferde-Erlebnispark vorgestellt, der neben der Allianz Arena in Fröttmaning entstehen soll. Der Pachtvertrag ist auf zwölf Jahre angelegt – die Veranstalter der Pferdeshow hoffen aber, dass der Erlebnispark dauerhaft bleiben darf.

Johannes Mock-O’Hara ist begeistert von „seinem“ Pferde-Freizeitpark: Beim Pressegespräch im Bayerischen Hof schwärmt der Geschäftsführer der Apassionata Entertainment GmbH vom Pferd im Allgemeinen und seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung im Besonderen, vom geplanten Pferdemuseum, von der Fohlenstation und dem Pferdekrankenhaus.

Schon lange wollte der Pferdeshow-Veranstalter Apassionata in München einen festen Standort eröffnen – jetzt liegen konkrete Pläne vor. Bereits im März vergangenen Jahres hatten sich die Stadt München und die Apassionata Entertainment GmbH darauf geeinigt, dass der Veranstalter die in unmittelbarer Nähe zur Allianz Arena gelegene Fläche in Fröttmaning zwölf Jahre lang zwischennutzen darf. Zuletzt stand auf dem Areal das Ausweichquartier des Deutschen Theaters.

Für Johannes Mock-O’Hara bedeutet der Park nicht weniger als einen Paradigmenwechsel: Die bislang „virtuelle Marke“ Apassionata werde mit dem festen Standort weltweit als ein Münchner Unternehmen wahrgenommen werden. Apassionata erweitert mit dem festen Standort sein Geschäftsmodell: Bislang ist die Pferdeshow eine reine Tourveranstaltung, die seit zwölf Jahren durch ganz Europa reist. Dass beim Standort die Wahl ausgerechnet auf München fiel, begründet Mock-O’Hara mit der „perfekten Infrastruktur“, dem Einzugsgebiet und der Nähe zur Allianz Arena. Zudem sei München seit Jahren der erfolgreichste Tournee-Standort der Pferdeshow.

Laut Veranstalter ist der Pferde-Erlebnispark der erste seiner Art weltweit. Der ganzjährig geöffnete Park wird in zwölf Themenpavillons untergliedert, die unter anderem ein 360 Grad-Kino, ein Pferdemuseum und einen Streichelzoo beherbergen. Spielerisch sollen Kinder und Erwachsene an den einzelnen Stationen Wissenswertes rund ums Pferd erfahren. Im Zentrum des 54 000 Quadratmeter großen Geländes entsteht ein Showpalast mit 1700 Sitzplätzen, der im ersten Quartal 2016 fertiggestellt sein und eröffnet werden soll. Mitte 2016 soll dann auch der Rest des Parks in Betrieb genommen werden. Die Bauarbeiten sollen in diesem Sommer beginnen. Kostenpunkt: 50 Millionen Euro. Offiziell ist der Park zwar nicht als Dauernutzung gedacht: Der Pachtvertrag läuft sieben Jahre und kann vom Veranstalter einseitig um weitere fünf Jahre verlängert werden. Doch Mock-O’Hara gibt sich zuversichtlich, dass das Projekt auch danach bleiben darf: Es würde ihn sehr wundern, wenn die Stadt einen gut laufenden Freizeitpark nach zwölf Jahren einstellen ließe. Dass das Projekt gut laufen wird, steht für Mock-O’Hara außer Frage. Apassionata plant langfristig, Ableger des Parks auch in anderen Ländern in Europa und Asien zu eröffnen.

Gegenwind hatte Apassionata zuletzt vom zuständigen Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann bekommen: Das Gremium hatte sich gegen den Pferdepark ausgesprochen, weil es befürchtete, dass es bei Fußballspielen in der Allianz Arena zu Verkehrschaos kommen könnte. Mock-O’Hara widerspricht: Man habe die Showzeiten absichtlich so gewählt, dass sie sich nicht mit den Spielen überschneiden.

Das Gelände in Fröttmaning war auch im Zusammenhang mit der Sanierung der Philharmonie im Gasteig im Gespräch: Nachdem Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) betont hatte, dass man alles daransetzen werde, „eine vernünftige Interimslösung zu finden“, damit auch während des Umbaus klassische Konzerte stattfinden könnten, hatte man im Kulturreferat laut über das Gelände in Fröttmaning als Standort nachgedacht. Mock-O’Hara weiß nichts von solchen Überlegungen, zeigt sich aber offen: Da montags und dienstags keine Vorstellung stattfinde, könne die Stadt an diesen Tagen im Pferde-Showpalast gerne auch klassische Konzerte durchführen.

Katharina Mutz

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