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Im Forschungszentrum von BMW an der Schleißheimer Straße wurde ein Wecker für eine Bombe gehalten.     

Großräumige Absperrung

Evakuierung bei BMW: Scherzartikel-Wecker löst Großeinsatz aus

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Große Aufruhr bei BMW am Frankfurter Ring: Am Freitag wurde in Milbertshofen eine mysteriöse Holzkiste entdeckt. Die Gebäude wurden evakuiert, der Fundort großräumig abgesperrt.

München - Ein harmloser Wecker hat am Freitag im Forschungszentrum des Autobauers BMW in Milbertshofen für einen Großalarm gesorgt. Mehrere Gebäude wurden evakuiert, Hunderte Mitarbeiter mussten aus ihren Büros. Der Grund: Ein Angestellter einer Müllentsorgungsfirma glaubte, er habe in einer Gitterbox eine Bombe gefunden. Tatsächlich ähnelte das Teil einem Bündel Dynamitstangen. Hinzu kam, dass die vermeintliche Bombe sogar mit einer Zeitschaltuhr versehen war. Die Werksfeuerwehr sperrte die Sortierhalle großräumig ab. Mehrere Einsatzhundertschaften der Polizei rückten an. Am Ende die Erleichterung: Es handelte sich lediglich um einen Gaudi-Werbeartikel.

Der schlechte Scherz begann um 9.30 Uhr. Ein Grieche (47) sortierte in einer Halle auf dem Betriebsgelände von BMW Abfall, der in einer Presse landen sollte. Dann machte er den scheinbar hochexplosiven Fund. Der Arbeiter informierte seine Vorgesetzten, diese lösten den Alarm aus. Es setzte sich eine gewaltige Maschinerie in Gang. Zunächst rückte die Werksfeuerwehr an, schnell wurden weitere Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und des Polizeipräsidium ans Forschungszentrum an der Schleißheimer Straße beordert.

Fundstück: Bombenähnlicher Inhalt und rückwärtslaufende Uhr

BMW informierte seine Mitarbeiter in einer E-Mail über den vermeintlichen Bombenfund – diese liegt uns vor. In dem Schreiben heißt es: „In einer Entsorgungshalle wurde eine Metallkiste (ca. 40x25x20 cm) gefunden. Der Inhalt wird als ‚bombenähnlich‘ beschrieben und verfügt über eine rückwärtslaufende Uhr. Diese wird gegen 10.30 Uhr ablaufen.“ Weiter heißt es, dass der Werkschutz und die Polizei vor Ort seien. Auch Sprengstoffspezialisten befänden sich auf dem Weg. Ein Beleg der herrschenden Unsicherheit: „Derzeit kann noch keine Aussage über die Echtheit getroffen werden.“ Bomben-Angst bei BMW!

5000 neue Jobs bei BMW: So ändert sich Milbertshofen-Am Hart

Mit einem Sprengstoffroboter näherten sich Bombenexperten der Polizei der Box mit dem vermeintlichen Sprengsatz. Laut Polizei sah der Gegenstand einer echten Bombe zum Verwechseln ähnlich. Sogar Drähte führten aus den Dynamitstangen zu einem Display. Dann ein lauter Knall: Der Roboter jagte das Objekt vorsichtshalber in die Luft. Die Experten gaben wenig später Entwarnung: Die vermeintliche Bombe war nur ein Wecker gewesen. Offenbar gehörte der Scherzartikel einem BMW-Mitarbeiter. Der Wecker war bei der Räumung seines Büros in den Abfall gelangt und sorgte schließlich für den Großalarm. Warum das Büro geräumt worden war, war zunächst nicht bekannt. Laut Polizei war der Einsatz gegen 11.45 Uhr offiziell vorbei. Danach konnten alle Mitarbeiter wieder in ihre Büros zurück.

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-Seite „Milbertshofen – mein Viertel“.

Lesen Sie auch: Viel Alarm in und um München: Das ist die Bilanz nach den heftigen Unwettern

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