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Die Weihnachtstrucks erleuchteten am Samstagabend den Olympiapark.

Leuchtende Laster

Coca-Cola-Weihnachtstrucks im Olympiapark

München - Spektakel im Münchner Olympiapark: Am Samstag rollten dort die roten Weihnachtstrucks von Coca Cola ein.

Tausende Erwartungsfrohe haben sich auf dem Coubertinplatz auf dem Olympiagelände versammelt. Kinder thronen auf Schultern, Smartphones werden gezückt. Sie alle wollen bei diesem historischen Event dabei sein. Was dann aber angefahren kommt, ist kein Starkicker und keine Poplegende – sondern fünf leuchtende rote Lkw: Cola-Wahnsinn im Olympiapark! 

Für manche ist dies die rot gewordene Kommerzialisierung und Amerikanisierung des Weihnachtsfestes – andere finden die Lkw eine stimmungsvolle Sache. Fest steht: Schon zum 20. Mal fahren die mächtigen Weihnachtstrucks durch Deutschland. Die Stationen: Essen, Mainz/Wiesbaden, Leipzig, Berlin – und Samstag eben München. Aus den Lkw-Boxen ertönt Melanie Thorntons schmalziger Hit Wonderful Dream in Dauerschleife. Sogar den typisch amerikanischen Santa Claus haben sie mitgebracht. Der hat zwar keine Geschenke im Gepäck, aber viel Zeit – für (natürlich) Selfies. Dazu singen ein Gospelchor und die Band The Baseballs Weihnachtslieder. Wir hörten uns vor Ort um:

Legende aus dem TV

 Ein schönes Bild ergeben die Trucks, findet Familie Loks aus München . „Dank Fernsehen sind die Trucks eine Legende“, sagen Papa Marek (39, selbstständiger Maler), Tymi (10), Sebastian (6), Gabriela (4) und Mama Karolina (36, Hausfrau). Das Weihnachten der Familie sei aber eher konservativ. „Das hier ist schon sehr amerikanisch.“ Für die Münchner steht fest: Bei ihnen kommt das Christkind, nicht der Weihnachtsmann!

Ein Kindheitstraum

„Die Trucks verbreiten tolle Weihnachtsstimmung“, finden Saskia Sosna (21, mit Handy). Für die Bürokauffrau aus Karlsfeld und ihre Freundin Nadine Schneider (21, Rechtsanwalts­fachangestellte) aus Dachau ist mit dem Besuch der Weihnachtstrucks ein echter Kindheitstraum wahr geworden. „Viele Menschen sind da, überall sind Lichter – und es wird schöne Musik gespielt“, sagen sie. „Jetzt freuen wir uns richtig auf Weihnachten!“

Der Schnee fehlt zur Stimmung

Der Schnee fehlte der Familie Schuster schon ein bisserl. Aber ansonsten sei die Stimmung schon recht weihnachtlich. „Gerade wegen der Musik.“ Im Advent dürfe es schon leuchten, sagen (v.l.) die Geschwister Markus (16, Azubi), Fiona (10), Sophie (6) und Dominik (20, Azubi) mit Freundin Lea (18, Abiturientin). „Wir sind extra aus Augsburg angereist und wollen Spaß haben“, sagt das Quintett. Und ihr Fazit? „Ein bisschen enttäuscht sind wir schon – wir hatten auf mehr gehofft!“

Florian Fussek

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