Bei Wohnungsdurchsuchung

Drogendealer will vor der Polizei übers Dach fliehen

Aus dem Staub machen wollte sich ein 29-jähriger Arbeitsloser, als die Polizei zur Durchsuchung seiner Wohnung in Moosach angerückt war. Der Drogendealer hatte sich eine gefährliche Fluchtroute ausgesucht.

München - Als die Beamten am Dienstag bei dem Mann plötzlich in der Wohnung standen, wollte der mit einem Müllbeutel aus der Dachgeschosswohnung steigen und über das Dach fliehen. Nur durch gutes Zureden der Einsatzkräfte ließ er sich von seinem Plan abbringen und dann in der Wohnung widerstandslos festnehmen. In den Müllsack hatte er 400 Gramm Marihuana und 78 Gramm Kokain gepackt. Dazu entdeckten die Polizisten in der Wohnung noch gut 150 Gramm Marihuana, 13 Gramm Haschisch, eine Feinwaage und mehrere tausend Euro Bargeld.

Auf die Spur waren die Polizisten durch einen 23-Jährigen gekommen. Bei einer Kontrolle am Dienstag hatten die Beamten bei dem Mann mehrere Gramm Marihuana und einen Joint entdeckt. Ermittlungen ergaben, dass der 23-Jährige das Rauschgift bei dem Arbeitslosen gekauft hatte. Noch am selben Tag entschied sich die Polizei deshalb zur Durchsuchung. Der hohe Bargeldbetrag, den der Dealer wohl mit Drogendeals erwirtschaftet hat, wurde beschlagnahmt. Da der 29-Jährige im Eingangsbereich der Wohnung ein Pfefferspray griffbereit deponiert hatte und zudem diverse Cuttermesser abgelegt hatte, wird er sich nun wegen bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln verantworten müssen. Er wurde dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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