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Kinder in einem Hort: In München ist die Platzsuche steter Quell des Verdrusses. 

Verschiedene Optionen werden ausgelotet

Hortplatzmangel! Mütter starten Eltern-Kind-Initiative

München - Engpass an der Grundschule in der Lerchenau: Es gibt zu wenige Hort- und Mittagsbetreuungsplätze. Jetzt sind vier Mütter aktiv geworden. 

Im Herbst könnte es eng werden. Für die zukünftigen ABC-Schützen der Grundschule an der Waldmeisterstraße in der Lerchenau stehen nicht genug Hort- und Mittagsbetreuungsplätze zur Verfügung. Das haben Recherchen des Bezirksausschusses (BA) Feldmoching-Hasenbergl und der betroffenen Eltern ergeben. Gemeinsam mit dem Referat für Bildung und Sport erkundet der BA derzeit Lösungsmöglichkeiten.

Prognosen zufolge könnten bis zu 40 Kinder betroffen sein. Vier Mütter aus der Lerchenau sind nun selbst aktiv geworden. Sie nennen sich „Die bunte Lerche“ und suchen fieberhaft nach Räumen für eine eigene Eltern-Kind-Initiative. Zwei Objekte haben sie bereits im Blick. Heike Stehle ist eine der vier Frauen. Sie arbeitet selbst als Erzieherin in einem Hort, hat zwei Kinder und macht nun bei „Die bunte Lerche“ mit – „aus reinem Engagement“, wie sie sagt. „Ich habe als einzige aus unserem Team keinen Mangel.“ Ihr sechsjähriger Sohn ist schon in einem Hort untergebracht, ihre Tochter ist noch zu klein für die Schule. Die Kinder ihrer Mitstreiterinnen sind von der Situation allerdings direkt betroffen.

Verhandlungen für Räumlichkeiten laufen

Als Unterkunft für ihre Eltern-Kind-Initiative hatten die vier Frauen zunächst eine ehemalige Schule im Auge. Die Räume wären geeignet. Doch gibt es ein Problem. Das Gebäude steht schon jetzt leer und müsste von der „Bunten Lerche“ baldmöglichst angemietet werden, bevor ein anderer Interessent zuschlägt. Die etwa 5000 Euro pro Monat können die Frauen derzeit aber nicht aufbringen. Die Stadt wiederum könnte erst ab Juli einspringen. Sie darf Eltern-Kind-Initiativen mit 80 Prozent der Mietkosten bezuschussen. Bei Neugründungen kann diese Bezuschussung bis zu acht Wochen vor dem Beginn der Kinderbetreuung übernommen werden, nicht jedoch früher. Die Initiative würde aber erst im September richtig starten. Vor Juli sind die Hände des Bildungsreferats also gebunden.

Die Hoffnung der vier Frauen ruht nun auf einer zweiten Option. An der Waldmeisterstraße, unweit der Grundschule, stehen städtische Räume leer. Auch dort wäre ein Hort oder eine Mittagsbetreuung denkbar. „Die bunte Lerche“ ist derzeit am Verhandeln. „Diese Möglichkeit halte ich für realistischer“, sagt Stehle.

Alle Alternativen werden geprüft

Eine weitere Lösung böte sich an, wenn an der Grundschule, die von drei auf vier Züge ausgebaut werden soll, ein Ganztagszug geschaffen würde oder ein Hort in einem der neuen Schulcontainer eröffnet werden könnte. Um die Raumnot zu lindern, wurde 2015 eine Pavillonanlage aufgestellt. Auch gibt es Pläne, weitere Pavillons aufzustellen, um die Schule komplett neu errichten zu können.

Das Schulreferat prüft derzeit alle denkbaren Hort-Optionen. „Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen“, heißt es. 

Katrin Hildebrand

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