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Florian (13) hat eine Zweijährige am Feldmochinger See vor dem Ertrinken bewahrt.

Er griff beherzt ein

Jetzt spricht Florian (13), der Lebensretter vom Feldmochinger See

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Er hat ein Mädchen (2) am Feldmochinger See vorm Ertrinken gerettet. Zuerst wusste niemand, wer der mutige Helfer war. Nun spricht der 13-jährige Florian.

München – Als Held sieht sich Florian Bayer (13) nicht – obwohl er ein zwei Jahre altes Mädchen am Donnerstagnachmittag am Feldmochinger See vor dem Ertrinken bewahrt hat. Sie war von der Böschung aus ins Wasser gerutscht. Der junge Lebensretter fackelte nicht lange. Er zog die Kleine, die bereits komplett unter Wasser war, aus dem Feldmochinger See. Mit seinem mutigen Einsatz hat er dem Mädchen das Leben gerettet. Wir haben mit dem Achtklässler aus der Fasanerie gesprochen. 

Florian, was genau ist am Donnerstag am Feldmochinger See passiert?

Ich war mit Freunden am See beim Baden. Am Ufer habe ich ein kleines Mädchen gesehen. Aber auf einmal hörte ich ein Platsch-Geräusch und das Mädchen war nicht mehr zu sehen. Dann bin ich, ohne nachzudenken, ins Wasser gesprungen und habe es an Land gezogen. Am Ufer stand schon seine Mutter. Danach bin ich wieder zu meinen Freunden gegangen. Die haben das nur am Rand mitbekommen und gar nicht viel dazu gesagt.

Florian Bayer ist seit einem Jahr bei der Jugendfeuerwehr

Hast du überlegt, ob die Rettungsaktion für dich selbst auch gefährlich sein könnte?

Nein, daran habe ich überhaupt nicht gedacht. Ich habe einfach instinktiv reagiert, würde ich sagen. Zumindest zum Teil.

Wusstest du, wie man Menschen aus dem Wasser rettet?

Ja, wenn auch nur grob. Ich bin seit einem Jahr bei der Jugendfeuerwehr. Da haben wir einmal die Wasserrettung besprochen. Aber nur theoretisch, praktisch geübt haben wir das nicht. 

Bist du ein hilfsbereiter Mensch?

Ja, wenn jemand Hilfe braucht oder in Not ist, dann helfe ich demjenigen.

Die Feuerwehr suchte nach dem Retter vom Feldmochinger See

Am selben Tag startete die Münchner Feuerwehr einen Aufruf im sozialen Netzwerk Facebook. Darin heißt es: „Wir suchen den Lebensretter der Zweijährigen, der durch das schnelle Erkennen der lebensbedrohlichen Situation und sein beherztes Eingreifen Schlimmeres verhinderte.“ Außerdem wollten sie sich persönlich bei dem jungen Retter bedanken und ihn „für sein vorbildliches Verhalten auszeichnen“.

Allerdings reagierte nicht Florian Bayer selbst, sondern seine Mutter Michaela:

Es sei selbstverständlich für ihren Sohn gewesen, das Kind zu retten, schreibt sie. Und unserer Online-Redaktion erzählt sie: „Ich bin sehr stolz auf Florian.“ 

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Mein Feldmoching/Hasenbergl“.

Regina Mittermeier

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