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Modern, fast futuristisch mutet die neugestaltete Fläche an der U-Bahn-Station an, die den Ansprüchen der Bürger jeden Alters genügen soll.

Drei Inseln für Moosach

So sieht der Memminger Platz jetzt aus

München - Gemütliche Sitzgelegenheiten, eine Streetballanlage und ein Café-Kiosk – der Memminger Platz in Moosach hat ein neues Gesicht. Die Fläche an der westlichen Seite des S-Bahnhofes dominierten lange Zeit Verkehrsflächen und parkende Autos. Jetzt soll sie zum Verweilen einladen.

Teil des Konzepts sind drei Aktionsinseln: Zum einen bietet die Raseninsel etliche Sitzgelegenheiten. Jugendliche können derweil auf der Streetballanlage – die direkt über dem Eingang zur Park&Ride-Tiefgarage entstanden ist – Basketball spielen. Hier ist auf Wunsch des Bezirksausschusses ein Angebot speziell für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren entstanden. Ein Hingucker ist die Rückseite der Zuschauertribüne: Ein Graffito von Johannes Liehr zeigt dort eine Match-Szene.

Die dritte aufwändig gestaltete Fläche ist die Platzmitte mit einem runden Café-Kiosk. Dieser bietet mit der überdachten Terrasse Platz für eine Freischankfläche. Insgesamt wurden 62 Bäume neu gepflanzt, allein 36 auf der zentralen Platzfläche, die künftig einen lichtdurchlässigen Baumhain bilden sollen.

Mit der Inbetriebnahme der U-Bahnlinie U3 nach Moosach im Dezember 2010 hatte die Bedeutung des Memminger Platzes als Verkehrsknotenpunkt deutlich zugenommen. Nachdem die unterirdischen Bauwerke für die U-Bahn und die Park&Ride-Anlage mit 300 Stellplätzen fertiggestellt worden waren, musste die Oberfläche des Platzes wiederhergestellt, an die neuen verkehrlichen Gegebenheiten angepasst und neu gestaltet werden. So wurde zum Beispiel eine Buswendeschleife mit sechs integrierten Taxistellplätzen und drei Kiss&Ride-Kurzzeitparkplätzen errichtet. Für die Platzgestaltung hatte das Baureferat ein Plangutachten durchgeführt. Ziel war es, das Umsteigen zwischen den unterschiedlichen Verkehrsmitteln zu optimieren und die Aufenthaltsqualität des Platzes zu erhöhen. Es siegte der Entwurf des Architekturbüros Eberhard von Angerer mit lohrer.hochrein Landschaftsarchitekten aus München.

Charakteristisch ist das große Dach der Fahrradabstellanlage mit seinen runden, lichtdurchlässigen Plexiglaskuppeln. Unter der Konstruktion, die von schlanken Stahlstützen getragen wird, ist Platz für rund 400 Radl. Auch befinden sich hier je ein barrierefreier Zugang zur U-Bahn, auf den S-Bahnsteig und zur Unterführung Richtung Bunzlauer Straße sowie ein barrierefreier Wartebereich für die Bushaltestellen. Rund 7,3 Millionen Euro kostete die Neugestaltung.  

mm

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