Weich und rund zeigen sich die Häuser des Architekten-Entwurfs auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Areal in München-Schwabing
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Weich und rund zeigen sich die Häuser des Architekten-Entwurfs auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Areal in München-Schwabing.

„Mal ganz andere Formen“

Rund-Türme im Münchner Norden: Visionäres Wohnprojekt zeigt Stadt der Zukunft

Rund-Türme im Norden von München für über 1000 Bewohner: Architekten-Entwurf für das neugestaltete Opes-Areal in Schwabing steht fest - Mit richtungsweisendem Konzept.

  • In den nächsten Jahren entsteht in München-Schwabing ein außergewöhnliches neues Projekt - das OPES Quartier.
  • Die Entscheidung über den Architekten-Entwurf ist gefallen - Wir stellen das visionäre Konzept vor.
  • Außergewöhnlich ist nicht nur die Optik. Auch der Aspekt Nachhaltigkeit spielt eine übergeordnete Rolle.

München - Gute Nachrichten: München* bekommt keinen weiteren grauen Wohn-Kasten. Am Donnerstag hat die OPES Immobilien GmbH bekannt gegeben, welcher Architekten-Entwurf auf dem ehemaligen Knorr-Bremse-Gelände nördlich des Olympiaparks realisiert werden soll: Der Sieger ist das Düsseldorfer Architekturbüro Ingenhoven Architects, das bis 2027 das OPES Quartier mit geschwungenen Formen und viel Grün bauen wird, wie rechts zu sehen ist.

Neues OPES Quartier in München-Schwabing: Weiche, runde Linien in einer „lebendigen Stadt“

Mehr als 500 sozial geförderte sowie frei finanzierte Mietwohnungen (keine Eigentumswohnungen!) werden dann über 1000 Bewohner aller Schichten beherbergen. Die Mietpreis-Spanne soll sich von unter 10 Euro pro Quadratmeter bis über 20 Euro für schicke Penthouse-Wohnungen erstrecken. OPES-Geschäftsführer Jürgen Büllesbach verspricht „ein Stück lebendige Stadt, keine klassische Siedlung“. Zu den Wohnungen sollen sich Büros, Läden, Gastronomie, eine Kindertagesstätte und ein Pflegeheim gesellen – dazu kommen öffentliche Grünflächen und ein Quartiersplatz. Mehr als 200 Millionen Euro nimmt der Bauherr für das Projekt in die Hand.

Eine Besonderheit beim künftigen OPES Quartier ist das Erscheinungsbild der drei 10- bis 12-geschossigen Wohntürme und der geschlossenen, 6- bis 8-geschossigen Hülle dahinter. Stadtbaurätin Elisabeth Merk lobte bei der Vorstellung, dass es hier „mal eine ganz andere Formensprache“ gäbe. Weiche, runde Linien ziehen sich von den großen Balkonen durch das ganze Areal.

München-Schwabing: Neubau-Projekt soll Ansprüchen des Klimawandels gerecht werden

Der zweite wichtige Aspekt bei diesem Bauprojekt ist die Nachhaltigkeit – Stichwort Klimawandel. Der leitende Architekt Christoph Ingenhoven hat beim geringen Ressourcenverbrauch internationale Erfahrung. Zahlreiche Details sollen einen Beitrag leisten: Unter anderem ist der Strom ökologisch korrekt. Die Baumaterialien sind zum Teil recycelt und können auch danach wiederverwendet werden.

Ein Mobilitätskonzept sieht unter anderem Fahrradparkplätze, Leih-Autos und Leih-Fahrräder vor. Die Umweltfreundlichkeit sieht man auch: Auf den Dächern und Terrassen mit Photovoltaikanlagen wird es viel Grün geben. Stadtbaurätin Elisabeth Merk merkt für die gemeinschaftlich nutzbaren Dachterrassen an: „Hier haben auch die, die unten wohnen, die Möglichkeit, in die Ferne Richtung Alpen zu schauen.“ *tz.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

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