+
Beamte der Bundes- und Landespolizei untersuchten 23 Lkw-Auflieger.

Helikopter und Diensthund im Einsatz 

Afrikaner springen von Güterzug ab - Bundespolizei sperrt Bahnstrecke

Erneut sind Migranten auf Güterzügen bis nach München gereist, insgesamt 17 Afrikaner wurden am Mittwochvormittag von der Polizei gefasst. 

München - Nachdem erst am Sonntag 24 Migranten auf zwei Bahnhöfen aufgegriffen worden waren, wurden am Mittwochvormittag im gemeinsamen Einsatz von Landes- und Bundespolizei erneut 17 Afrikaner zwischen dem Rangierbahnhof München-Nord und dem Güterbahnhof Milbertshofen festgestellt. 

Der Lokomotivführer des Güterzuges meldete gegen 10:45 Uhr mehrere Personen, die von seinem Güterzug absprangen, berichtet die Bundespolizei. Mehrere Polizeistreifen suchten mit Unterstützung eines Diensthundes und eines Helikopters der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim, den für den Güterzugverkehr gesperrten Streckenabschnitt ab. Insgesamt gelang es dabei 17 Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigungen aufzugreifen.

Es handelte sich um fünf Männer aus Guinea, darunter ein unbegleiteter Jugendlicher, sechs Nigerianer, darunter eine Frau, zwei Männer aus Sierra Leone, eine Frau aus Gambia sowie je einen Senegalesen, Liberianer und Ghanaer. 

Damit wurden in diesem Jahr schon mehr als 400 Migranten im Bereich von Bahnanlagen in München aufgegriffen. Bis zum Juni lag die Zahl lediglich bei 160, sie steigerte sich in der zweiten Jahreshälfte bereits bereit. 

23 Lkw-Auflieger mussten geöffnet werden

Die Einsatzkräfte mussten dabei 23 verschlossene, teilweise auch verplombte Lkw-Auflieger öffnen, um im Inneren nach weiteren, gegebenenfalls verborgenen Migranten zu suchen. Dies konnte erst geschehen nachdem Bahnbedienstete die Oberleitung geerdet hatten. Der Verdacht, auf den Planen der Lkw-Auflieger würden sich weitere Migranten befinden, die sich vor der Polizei verbergen, bestätigte sich nicht. 

Alle 17 Personen hatten keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen. Sie wurden wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle der Bundespolizeiinspektion München verbracht. Die Aufgegriffenen stellten alle ein Schutzersuchen.

Wegen des Vorfalls war die Bahnstrecke zwischen dem Rangierbahnhof München-Nord und dem Güterbahnhof Milbertshofen in für rund zwei Stunden gesperrt. Dies hatte jedoch keine Auswirkungen auf den Personenzugverkehr. Der Güterzug konnte seine Fahrt erst fortsetzen, als die Auflieger wieder transportsicher verschlossen waren. 

mm/tz

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schwabinger Bombe: Wer muss zahlen?
Fünfeinhalb Jahre ist es her, dass eine Feuerwalze die Stadt erschütterte. Wer für die spektakuläre Bomben-Sprengung in Schwabing haftet, ist aber noch immer ungeklärt.
Schwabinger Bombe: Wer muss zahlen?
Kosten-Frage um Schwabinger Fliegerbombe bleibt weiter ungeklärt
Mehr als fünf Jahre nach der Sprengung einer Fliegerbombe in München ist weiter unklar, wer für die entstandenen Schäden aufkommen muss.
Kosten-Frage um Schwabinger Fliegerbombe bleibt weiter ungeklärt
Schon wieder Brandstiftung in Milbertshofen? Polizei ermittelt
In einem Appartmenthaus in Milbertshofen hat es Donnerstagnacht gebrannt - nicht zum ersten Mal. die Polizei hat nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung …
Schon wieder Brandstiftung in Milbertshofen? Polizei ermittelt
Wagen kracht gegen Ampelmast - Frau schwer verletzt
Nach einem folgenschweren Unfall  ist eine Frau mit ihrem Wagen gegen einen Ampelmast geschleudert worden. Spezialgerät der Feuerwehr war notwendig, um die …
Wagen kracht gegen Ampelmast - Frau schwer verletzt

Kommentare