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Alexander R. – mit Hund Sammy – wurde im Fideliopark in Oberföhring offenbar Opfer einer Messerattacke.

Unglaubliche Geschichte aus Oberföhring

Wegen eines Hundehaufens wurde dieser junge Mann zum Gewaltopfer

Ein junger Mann geht in Oberföhring mit seinem Hund spazieren. Als er vergeblich ein Hundetütchen aus dem Automaten ziehen möchte, ist das der Beginn einer unheilvollen Entwicklung.

München - Eigentlich wollte Optiker-Lehrling Alexander R. am Dienstagvormittag nur mit Westhighland-Terrier Sammy im Fideliopark in Oberföhring Gassi gehen. Wenig später fanden die Eltern ihren 19-jährigen Buben kreideweiß an einen Baum gelehnt. Auf dem rechten Hosenbein zeichnete sich über dem Knie ein größer werdender Blutfleck ab. „Ein Mann hat mich mit dem Messer verletzt“, sagt Alex.

Auslöser des Streits war nach der Schilderung des jungen Mannes Sammy. Am Eingang des Parks neben dem Begegnungszentrum des Kreisjugendzentrums steht ein Automat für Hundetütchen. Doch der ist oft leer. Das sei auch sein Problem gewesen, sagt Alex. Als Sammy sein Geschäft machte, habe er keine Tüte gehabt. Das muss der Täter gesehen haben. „Ich hörte jemanden hinter mir rufen und blieb stehen“, sagt Alex. Der Ton des Fremden sei aggressiv gewesen: „Heb’ das auf“, habe der Unbekannte verlangt. Doch Alex hatte noch nicht mal ein Taschentuch. Da soll der Fremde wütend geworden sein, ihn am Arm gepackt haben. Der 19-Jährige: „Ich habe mich losgerissen und ihn zurückgestoßen.“ Plötzlich habe der Mann ein Messer aus der Jackentasche gezogen: „Er fuchtelte damit vor meinem Gesicht und meinem Bauch herum.“ Alex stürzte zu Boden. „Und plötzlich rannte der Mann weg. Ich war heilfroh, bin erst mal liegen geblieben.“ Als er aufstand, habe er den Schnitt in der Hose entdeckt und das Blut. „Ich habe meine Eltern angerufen.

Messerattacke in Oberföhring: Beschreibung des Täters

Die Fleischwunde über Alexanders Knie – drei Millimeter tief und vier Zentimeter lang – musste genäht werden. Der mutmaßliche Täter entkam in Richtung Freischützstraße. Nach Alex’ Erinnerung spricht der Mann akzentfrei Deutsch, hat dunkle Haare, Dreitagebart und ein schmales Gesicht. Er trug einen schwarzen Pulli, blaue Jeans und eine große silberfarbene Uhr. Bisher gibt es keine Augenzeugen, die den Vorfall so bestätigen können. Die Polizei bittet deshalb um Hinweise. 

Im Oktober hatte ein 33-Jähriger in Haidhausen und Berg am Laim völlig wahllos acht Menschen angegriffen. Der Täter leidet offenbar unter Verfolgungswahn und wurde mittlerweile in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Bogenhausen – mein Viertel“.

dop

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