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Eigengewächs: Die 53-jährige Marion Schöne wird Chefin der Olympiapark GmbH.

Arno Hartung hört auf

Olympiapark: Schöne neue Chefin

München - Die Nachfolge für den zum Jahresende ausscheidenden Geschäftsführer der Olympiapark München GmbH (OMG), Arno Hartung, ist geklärt: Der Aufsichtsrat wählte am Montag dessen Stellvertreterin Marion Schöne zur neuen Chefin.

Damit verständigte sich das Gremium auf eine interne Lösung. An die 50 Bewerber waren im Kandidatenkarussell, zur Vorstellungsrunde in den Aufsichtsrat wurde eine einstellige Zahl von Aspiranten geladen.

Arno Hartung

Hartung geht zum Jahresende in den Ruhestand. Er war viele Jahre Mitglied der OMG-Geschäftsführung und übernahm im Oktober 2014 den Chefposten. Marion Schöne tritt ihre neue Aufgabe zum 1. Januar 2017 an. Die 53-Jährige kennt das Unternehmen gut. Sie arbeitet seit 2010 in verschiedenen Positionen für die Olympiapark GmbH, zunächst als Abteilungsleiterin Betriebswirtschaft. Danach war sie Prokuristin für die Sachgebiete Personal, Veranstaltungsabrechnung, Buchhaltung sowie IT und Organisation. Seit Ende 2014 ist Schöne stellvertretende Geschäftsführerin.

Die Aufsichtsratsvorsitzende der OMG, Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD), bezeichnete Schöne als „hochqualifizierte Kennerin des Olympiaparks“. Mit ihr an der Spitze sei weiterhin gewährleistet, dass der Olympiapark den Spagat zwischen einem lebendigen Veranstaltungsort, einem Erholungsraum für die Münchner und dem Erhalt seiner Bedeutung als kulturhistorisches Architekturdenkmal von Weltrang schaffe. Schöne bringe die betriebswirtschaftliche Qualifikation für diese Aufgabe mit, sagte Strobl. Nach den Worten der Aufsichtsratschefin fiel das Votum im Aufsichtsrat einvernehmlich. Dass die Wahl der Nachfolge auch mit günstigeren Gehaltsvorstellungen zu tun gehabt habe – wie kolportiert – dementierte Strobl entschieden.

Der Olympiapark GmbH stehen in den nächsten Jahren große Aufgaben bevor. Zum einen geht es darum, mit Sportveranstaltungen und Open-Air-Konzerten zahlendes Publikum anzulocken. Bundesliga-Fußball gespielt wird ja im Olympiastadion schon lange nicht mehr. Zum anderen gilt es, den Parkcharakter zu erhalten. Hartung war stets ein Verfechter davon, den Olympiapark zu beleben. Beispiele sind die Actionsport-Spektakel „Munich Mash“ und „Crashed Ice“. Eine weitere Herausforderung sind die Pläne des Getränkekonzerns Red Bull für eine Multifunktionshalle. Nachdem die Bayern-Basketballer als möglicher Mitnutzer abgesprungen sind, stellt sich die Frage, welche Dinge außer Eishockey in der Halle noch stattfinden könnten.

Schließlich stehen die Sanierung der Olympiahalle (hat bereits begonnen) und des Olympiastadions an. Den Grundsatzbeschluss dafür hat der Stadtrat gefasst. In welchem Zeitraster die Sanierung erfolgen wird, ist noch unklar. Allein die Renovierung des denkmalgeschützten Zeltdachs des Olympiastadions ist mit 80 Millionen Euro veranschlagt.

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