Im Olympiapark München sollen Menschen bald einer ganz besonderen Sportart nachgehen können - so der Wille der CSU
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Im Olympiapark München sollen Menschen bald einer ganz besonderen Sportart nachgehen können - so der Wille der CSU.

Anreiz für Touristen?

Spektakuläre „Corona-Reaktion“ im Münchner Olympiapark soll zahlreiche Fans anlocken: „Passt doch hervorragend“

  • Sascha Karowski
    vonSascha Karowski
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Die Stadtratsfraktion in München erhofft sich eine Aufwertung des Olympiapark-Geländes und eine Kompensation der Corona-bedingten Einbußen. Es geht um eine Sportart, die boomt.

  • Die CSU-Fraktion hat sich für den Olympiapark in München* eine hochtrabende Idee ausgedacht.
  • Auf dem Gelände unterhalb des Olympiaturms soll ein Hochseilgarten entstehen.
  • Zum einen geht es um Corona-Einbußen - außerdem können Einwohner für die Olympischen Spiele üben.

München - Platz zum Klettern gibt es in München bereits, etwa in den Boulderhallen. Einen Hochseilgarten, wie etwa in Grünwald oder Fürstenfeldbruck, hat die Landeshauptstadt aber noch nicht zu bieten. Die CSU will das jetzt ändern. Die Fraktion hat am Montag beantragt, einen Hochseilgarten im Olympiapark einzurichten.

München mit Corona-Einbußen - Hochseilgarten im Olympiapark soll Boulder-Fans anlocken

Als Begründung heißt es, der Olympiapark feiere aktuell den 50. Jahrestag seines Bestehens. Bedingt durch die Corona-Pandemie* habe die Betreibergesellschaft Olympiapark GmbH ein hohes Defizit zu tragen. Dies liege vor allem an den ausgefallenen Großveranstaltungen. Gleichzeitig liefen aber wichtige Planungen für die im Jahr 2022 stattfindenden European Championships. Die CSU will daher die Aufenthaltsqualität am Park durch die Errichtung eines Hochseilgartens weiter erhöhen – und dafür auch verschiedene externe Dienstleister prüfen und zulassen.

Ein Hochseilgarten könne von einem externen Betreiber bereitgestellt werden, wodurch Pachteinnahmen an die Stadt fließen, heißt es weiter. Zudem werde so ein weiteres Motiv für Münchner sowie Touristen geschaffen, den Olympiapark zu besuchen. Ein Hochseilgarten passe auch gut zur neuen olympischen Sportart Bouldern, die Bestandteil der European Championships ist und die auf dem Gelände bislang nicht repräsentiert ist. Die Klettergärten sollen als Flachbauten angelegt werden – somit gebe es auch keine Probleme mit dem Denkmalschutz.

Klettergarten in München: CSU-Fraktionsvize Theiss erläutert Hintergedanken

Fraktions-Vize Hans Theiss sagte: „Klettern soll olympisch werden, da passt doch ein Klettergarten mit verschiedensten Facetten hervorragend in den Olympiapark.“ Der Freizeitwert werde sicher weiter gehoben. Natürlich müsse sich ein Kletterpark unter dem Aspekt des Denkmalschutzes gut einfügen. „Ich bin sicher, dass sich im weitläufigen Olympiapark ein geeigneter Platz finden lässt.“

Dass Klettern auch gefährlich sein kann, zeigt sich immer wieder: Eine junge Olympia-Hoffnung ist kürzlich bei einem Absturz in den Bergen umgekommen. In Oberbayern kam ein 24-Jähriger bei einem tragischen Kletterunfall ums Leben.

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