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In vielen ­U-Bahnhöfen werden die Weichen erneuert.

Die Weichen müssen weichen

U3 fährt wieder durch - dafür gibt‘s bald neue Baustellen

Quasi als Ostergeschenk gibt’s von der MVG am Samstag eine gute Nachricht: Ab Dienstag rollen die Züge auf der U3 wieder durch, nachdem zwischen Scheidplatz und Münchner Freiheit ein halbes Jahr lang Gleise erneuert wurden. Allerdings folgt auch gleich die bittere Mitteilung.

München - Es stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an, insgesamt sollen auf U3 und U6 in den kommenden fünf Jahren rund 65 Weichen ausgetauscht werden. Denn die gehören mit ihren 40 Jahren zum alten Eisen. Bedeutet für die Kunden: Einschränkungen und Verzögerungen.

Ab Dienstag fährt die U3 also wieder die volle Strecke, allerdings bis Ende der Osterferien nur mit Tempo 50 (statt 80), damit sich die neuen Gleise setzen können. Es kommt zu Verspätungen.

Für die Arbeiter war dieser Job nur der Anfang. Denn während der U-Bahnhof am Sendlinger Tor bereits seit Februar umgebaut wird, ist ab 2019 ist ein komplettes Erneuerungsprogramm für die orange und blaue Linie geplant. Und: Schon Ende Mai werden sieben Weichen am U-Bahnhof Kieferngarten und weitere sieben am Betriebshof der U6 ausgetauscht. Die Details:

  • Von 27. Mai bis 16. Juni wird der Bahnhof Fröttmaning montags bis freitags zu den Hauptverkehrszeiten nur alle zehn Minuten bedient. Die Züge aus der Innenstadt wenden am Kieferngarten.
  • Vom 17. bis 23. Juli wird die U6 am Bahnhof Freimann in einen Nord- und Südast geteilt. Fahrgäste müssen jeweils in den gegenüberstehenden Zug umsteigen.
  • Von 14. bis 16. Juli wird zwischen Studentenstadt und Kieferngarten die U6 unterbrochen. Hier fahren Busse.

Danach werden bis 2022 weitere 51 Weichen an den Bahnhöfen Alte Heide, Dietlindenstraße, Harras, Holzapfelkreuth, Implerstraße, Münchner Freiheit, Odeonsplatz, Scheidplatz und Sendlinger Tor erneuert.

Die Fahrgäste müssen sich auf Einschränkungen beim U-Bahnfahrplan einstellen.

Eine Vollsperrung wie auf der U3 stehe nicht an, so die MVG. Behinderungen wird es aber geben, da die Betriebsruhe nachts für die Baumaßnahmen nicht mehr ausreicht. Dass die Engpässe nicht lang genug im voraus angekündigt wurden, kritisiert Stefan Hofmeir von der Aktion Münchner Fahrgäste: „Eine regelmäßig aktualisierte Liste zu Bauarbeiten der nächsten zwei bis drei Jahre wäre für Fahrgäste und auch Gewerbetreibende vor Ort sehr hilfreich.“

mol

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