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Im U-Bahnhof St.-Quirin-Platz retteten die Münchner dem Betrunkenen das Leben.

An der Station St.-Quirin-Platz

Drama im U-Bahnhof: Zwei Münchner retten Betrunkenen

Der Alkohol trieb einen Münchner (55) am Mittwochabend zu einer Wahnsinns-Aktion: Er kletterte auf die U-Bahn-Gleise, um Geld aufzusammeln. Zwei 25-Jährige halfen ihm - und brachten sich selbst in Gefahr.

Als dem 55-jährigen Betrunkenen gegen 19.30 Uhr Kleingeld aus der Tasche rollte, begann das Drama am U-Bahnhof St.-Quirin-Platz: Die Münzen fielen auf die Gleise, und der Münchner wollte sie sich wieder holen. Also begab er sich in Lebensgefahr und kletterte laut Polizei ins Gleisbett. Doch er war so stark alkoholisiert, dass er nach vorne kippte und mit dem Kopf gegen das Gleis knallte. 

Zwei 25-jährige Münchner warteten ebenfalls auf die U-Bahn und sahen, was sich abspielte. Sie kletterten ebenfalls auf die Gleise und zerrten den 55-Jährigen wieder auf den Bahnsteig. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Betrunkene nur eine Platzwunde erlitt. Mit dem Rettungswagen wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Münchner Polizei rät: So verhält man sich richtig

Doch die beiden Retter brachten sich auch selbst in Gefahr. Deshalb klärt die Münchner Polizei darüber auf, wie man reagieren muss, wenn man selbst oder jemand anderes ins Gleisbett stürzt: „Unter jeder Bahnsteigkante befindet sich auf voller Bahnsteiglänge eine Sicherheitsnische, in die sich die ins Gleisbett geratene Person nach Möglichkeit selber retten kann, um dem Gefahrenbereich zu entgehen“, schreibt die Polizei in einer Pressemeldung.  

Und wenn man einen Unfall beobachtet? „Bitte denken Sie an die MVG-Notfallsäule am Bahnsteig! Wenn eine Personen ins Gleisbett gestürzt ist, bitte unbedingt sofort den Nothaltgriff ziehen.“ Dadurch werden der Zugverkehr aufgehalten. Anschließend solle man die Notrufknopf drücken und dem MVG-Betriebszentrum schildern, was passiert ist. Dieses könne den Strom der U-Bahn abschalten. „Bitte nie selbst ins Gleisbett gehen. Dabei besteht Lebensgefahr!“

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mm/tz

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