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Der Angeklagte Ralf H. hat einen Rentner gestoßen, der starb.

„Ich habe das nicht gewollt“

Er schubste einen Rentner, dieser starb nach Sturz: Bewährungsstrafe

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Im Prozess gegen einen 51-Jährigen, der einen Rentner nach einer Auseinandersetzung umschubste und dieser an den Folgen des Sturzes starb, wurde das Urteil gesprochen.

München - Der Architekt Ralf H. (51), der im Streit einen Rentner († 78) derart schubste, dass dieser im Krankenhaus starb, muss nicht ins Gefängnis. Das Gericht verurteilte den Mann wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von zwei Jahren – setzt diese aber zur Bewährung aus.

Die beiden Männer waren am 19. Mai 2016 auf der St.-Bonifatius-Straße am Ostfriedhof aneinandergeraten. H. hatte auf seinem Rad einen zusammengerollten Teppich transportiert und war damit auf dem Gehweg gefahren. Beim Vorüberfahren berührte er wohl Eduard K., der auf dem Gehsteig ging. Der Rentner hielt den rabiaten Radler am Arm fest. H. stieg ab, lehnte sein Rad an eine Hauswand, ging auf den 78-Jährigen zu und stieß ihn. Der schlug mit dem Hinterkopf auf der Straße auf.

Im Prozess hatte H. gesagt: „Ich habe das nicht gewollt.“ Er habe den Rentner nur „leicht geschubst“. Zeugen hatten dieses „Schubsen“ weit heftiger geschildert.

Das Gericht folgte dieser Auffassung und glaubte dem Angeklagten auch nicht, dass der Rentner ihn vor dem Stoß mit beiden Händen am Hals gepackt habe. Es sei auch eine Schutzbehauptung gewesen, H. habe nicht gesehen, dass sein Gegenüber ein alter Mann sei. Das Gericht ist sich trotzdem sicher, dass H. nicht töten wollte.

tos

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