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Die Giebelwände des abgerissenen Uhrmacherhäusls sollen mit Holzkonstruktionen gesichert werden. 

Aufräumarbeiten gehen weiter

Illegaler Abriss des Uhrmacherhäusls: Warten auf die Sanktionen

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Nach dem illegalen Abriss des Uhrmacherhäusls in Giesing gehen die Aufräumarbeiten weiter. Der Eigentümer wartet auf die angedrohten „schmerzhaften“ Sanktionen. 

München - Die Aufräumarbeiten am alten Uhrmacherhäusl in Giesing sind am Dienstag fortgesetzt worden. Am Dienstag passierte noch nicht viel, in den kommenden Tagen sollen aber nicht zu erhaltende Reste des am 1. September illegal abgerissenen Hauses entfernt und die noch vorhandenen Giebelwände und historischen Kelleranlagen statisch gesichert werden. Verantwortlich dafür ist Eigentümer Andreas S. aus Neuried. Die Stadt hat ihn dazu verpflichtet, die Bauruine innerhalb eines Monats zu räumen und zu sichern – unter der Aufsicht der Stadt und des Landesamts für Denkmalpflege. Auch am Dienstag war ein Prüfstatiker der städtischen Lokalbaukommission vor Ort.

Unterdessen laufen seit rund sieben Wochen mehrere Verfahren: Die Untere Denkmalschutzbehörde hat ein Verwaltungsverfahren eingeleitet, mit dem Ziel, den Grundstückseigentümer zum Wiederaufbau des Hauses in der ursprünglichen Form und Größe zu zwingen. Ob das rechtlich durchzusetzen ist, ist noch unklar. Oberste Priorität habe es, „dass Nachahmer-Täter keinesfalls ermutigt werden dürfen“, hatte Thomas Rehn, Vizechef der Lokalbaukommission (LBK), im September erklärt und „schmerzhafte Sanktionen“ angekündigt. Wann mit dem Abschluss des Verfahrens zu rechnen ist, sei noch nicht zu sagen, sagt ein Sprecher des zuständigen Planungsreferats.

Stadt könnte den Eigentümer zum Wiederaufbau zwingen

Gleiches gelte für das Bußgeldverfahren, das die Stadt wegen des Verstoßes gegen das Denkmalschutzrecht eingeleitet hat. Im Fall Obere Grasstraße 1 hat der Eigentümer auch gegen die Bauordnung verstoßen, weil für das Haus lediglich die Genehmigung zur Instandsetzung vorgelegen hatte. Das kann das Bußgeld in die Höhe treiben. LBK-Vize Rehn hatte erklärt, dass dem Bauherrn maximal 500 000 Euro Strafe drohen. Die Beteiligten wurden bereits angehört. Wann ein Bußgeldbescheid ergeht? Offen. „Es laufen noch Abstimmungen mit dem Polizeipräsidium und der Staatsanwaltschaft“, erklärt das Stadtdirektorium zu beiden Verfahren.

Alles, was vom alten Uhrmacherhäusl übrig ist, sind der Keller – und einige Balken sowie 200 Ziegelsteine, die bei der ersten Aufräumaktion Anfang November sichergestellt werden konnten. Selbst wenn die Stadt Andreas S. zum Wiederaufbau mit dem noch vorhandenen Material verpflichtet, könnte es dauern, bis an der Oberen Grasstraße zumindest keine Baulücke mehr klafft. Weigert sich S., könnte die Stadt ihm als „ultima ratio“ drohen, das Haus von einer anderen Firma wiederaufbauen zu lassen und ihm die Kosten dafür in Rechnung zu stellen. Dagegen könnte Andreas S. aber Rechtsmittel einlegen. Dann würde ein Gericht entscheiden, ob er das Haus wiederaufbauen muss. 

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Giesing – mein Viertel“.

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