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Nachdem Mitarbeiter den Notruf wählen: Großeinsatz an Münchner Gefängnis - neue Details jetzt bekannt

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Von: Lukas Schierlinger

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Die hohe Mauer und die Kameras haben nichts genützt: David H. gelang die Flucht
Am Stadelheim kam es zu einem Großeinsatz der Feuerwehr (Symbolbild). © SIGI JANTZ

Aufregung in München: 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten zum Stadelheim aus. Ein Gebäudeteil des Gefängnisses musste evakuiert werden.

Update vom 3. Dezember, 13.08 Uhr: Nach einem Brand in einer Zelle in der Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim haben Feuerwehr und Polizei am Freitag weitere Details bekannt gegeben. Ein Insasse habe am Donnerstagnachmittag eine Matratze angezündet, teilte ein Polizeisprecher mit. Dadurch sei ein kleiner Brand mit sehr starkem Rauch entstanden. Der 23-Jährige sei aus der Zelle gebracht worden und habe eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten.

München: Großeinsatz in JVA - neue Details bekannt

Drei Mitarbeitende der JVA seien ebenfalls evakuiert worden, aber seien später wieder dienstfähig gewesen, sagte der Polizeisprecher. Die Feuerwehr sprach am Freitag von insgesamt 18 Menschen, die sie aus dem Gefahrenbereich gebracht habe. Unklar blieb, wie viele von ihnen Insassen und wie viele Beschäftigte der JVA waren.

Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 1000 Euro. Nach eineinhalb Stunden kehrten die Betroffenen zurück in den Gebäudeteil. Insgesamt waren 80 Einsatzkräfte an der Löschaktion beteiligt.

Erstmeldung vom 3. Dezember 2021

München - Großeinsatz am Stadelheim: Wegen einer Rauchentwicklung war die Feuerwehr München am Donnerstagnachmittag (2. Dezember) mit einer Vielzahl von Einsatzkräften vor Ort.

„Von einer Rauchentwicklung in einem Bauteil der Justizvollzugsanstalt alarmiert, riefen Mitarbeitende den Notruf“, war tags darauf einer Pressemitteilung zu entnehmen.

Gefängnis-Mitarbeiter mit Notruf: Großeinsatz in München

Herbeigeeilte Einsatzkräfte hätten umgehend Maßnahmen eingeleitet: „Ein Trupp unter Atemschutz löschte das Feuer in einem Raum.“ Gefängnis-Mitarbeiter hatten bereits 18 Personen aus dem betroffenen Bereich in andere Bauteile evakuiert. Letzterer musste nach Abschluss der Löschmaßnahmen noch belüftet werden, nachdem er „erheblich verraucht“ war.

Insgesamt 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst beendeten ihren Einsatz nach etwa eineinhalb Stunden. „Zu einem Sachschaden liegen der Feuerwehr keine Informationen vor“, war der Pressemeldung zu entnehmen. Auch die Brandursache war zunächst unklar. (lks)

Die spektakuläre Flucht eines Gefangenen aus dem Stadelheim im Februar 2021 beschäftigt die Behörden. Der Mann hatte sich in einem Stapel präparierter Kartons versteckt.

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