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Laut, eng und dazu ganz viel Verkehr: So kennen die Giesinger ihren Tegernseer Platz.

Platz für alle

Tegernseer- und Ratzingerplatz sollen schöner werden

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München - Diese zwei Plätze haben eine Generalüberholung dringend nötig: Aus dem Tegernseer- und der Ratzingerplatz könnten in Zukunft "Shared Spaces" werden.

Tegernseer Platz

Der Verkehr ist dicht und zu laut, für Fußgänger und Radler gibt es kaum Raum. Wie könnte man den Tegernseer Platz im Zentrum Giesings endlich schöner machen? Ja, seit Jahren geistert diese Frage durch Gremien und Baureferate. Immer wieder. Nun legen die Giesinger Grünen einen Verschönerungs-Plan vor. Die Hauptforderung ist: Alle Verkehrsteilnehmer sollen genau gleich viel Platz haben. Und zwar so schnell wie möglich.

„Shared Space“ nennen die Grünen die Umbau-Idee auf Neudeutsch. Heißt also sozusagen „geteilter Raum“. So sollen durch eine Umstrukturierung der Straßen Radler bald genauso viel Platz haben wie Tram und Autos. Dies gilt natürlich auch für die Fußgänger (siehe Grafik). Nur so werde der „Lebensraum“ im Zentrum Giesings „endlich sicherer und lebenswerter“. Zudem müsse man endlich handeln, um die Anwohner von den Abgasen der vielen Autos und Laster zu befreien – zumindest so weit dies möglich ist.

Dazu kommt: Die Anwohner werden immer mehr. Da in Trend-Stadtviertel wie dem Glockenbach die Mieten immer weiter steigen, flüchten viele Studenten oder Künstler nach Giesing. Um die Lebensqualität in dem ehemaligen Arbeiterviertel zu erhöhen, schlagen die Grünen auch vor, die „Einkaufsmeile“ Tegernseer Landstraße noch attraktiver zu machen. Wie das genau aussehen soll? Dazu soll es am 5. März nochmal eine Informationsveranstaltung geben.

Ratzingerplatz

Eine Augenweide ist er wahrlich nicht – der Ratzingerplatz in Obersendling. Trostlos und öde trifft es eher. Doch damit soll nun doch bald Schluss sein: Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat nun einen Beschluss für einen neuen Bebauungsplan des Platzes vorgelegt – und der ist immerhin 30 Seiten lang.

 Der Ratzingerplatz gilt bei vielen als „hässlichster“ der Stadt.

Spätestens 2020 soll das Projekt gestartet werden. Was vorgesehen ist? Unter anderem sollen nördlich der Boschetsrieder Straße und westlich der Aidenbachstraße neue Wohnblocks entstehen. Die Idee ist: Die Fahrbahnen werden in diesem Bereich zusammengeführt, damit so neuer Bauplatz entsteht. Aber das ist nicht alles: Südlich von der Boschetsrieder will man eine neue Grundschule errichten – inklusive eines großen Sportplatzes.

Eigentlich sollte letztere in der Gmunder Straße hochgezogen werden, dort soll aber nun ein neues Gymnasium entstehen. Auch die Feuerwache 2 soll erweitert werden.

Nun liegt es teils auch am Bezirksausschuss des Viertels, wie viel der Stadtplaner-Ideen direkt abgesegnet werden. Aber intern ist man sich einig: Ein Blockieren wäre höchst sinnfrei, da sich endlich etwas bewegt und die Chance besteht, den Ratzingerplatz großflächig umzustrukturieren. Und somit hoffentlich auch endlich schön zu machen.

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