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Nach Bluttat in Obergiesing

Wo steckt der Mörder?

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München - Keine Kontobewegung, kein Telefonat, keine Internet-Kommunikation – es ist, als habe der Erdboden Roland Burzik (45) verschluckt: Knapp zwei Wochen nach dem Mord an seiner Exfreundin, der Architektin Tsin-ieh L. (45), fehlt von dem 45-Jährigen nach wie vor jede Spur.

Ob er überhaupt noch lebt – niemand weiß es. Nach Angaben des Ersten Kriminalhauptkommissars Herbert Linder von der Münchner Mordkommission gibt es derzeit kein einziges Lebenszeichen: „In der vergangenen Woche bekamen wir relativ viele Hinweise auf einzelne Bergwanderer. Denen sind wir, sofern es noch sinnvoll war, auch sofort nachgegangen. Doch Burzik war nicht dabei.“

Die Hinweise kamen aus dem gesamten Voralpenland. Sogar am Gipfelkreuz des Hochstaufen (1771 Meter) im Berchtesgadener Land will ein Wanderer den mutmaßlichen Mörder gesehen haben. Doch auch dieser Hinweis bestätigte sich nicht.

Burzik ist auch Architekt, liebt die Berge und hatte für den 20. August im Purtschellerhaus am Hohen Göll im Berchtesgadener Land eine Übernachtung gebucht. Doch er kam nicht.

Vier Tage vorher hatte der Stalker in der Bayerischzellerstraße (Giesing) seine Exfreundin erstochen. Sechs Jahre lang war er Tsin-ieh gefolgt, hatte sie belästigt mit seinem krankhaften Liebeswahn. Nach dem Mord wechselte er in seiner Wohnung im Glockenbachviertel die Kleidung und ließ auch sein Handy liegen. Seitdem ist er verschwunden.

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