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Gut für Fußgänger und Radler: Die Brücke überquert vier Auto-Fahrspuren.

Neuer Fußgängerübergang

Brückenschlag am Giesinger Berg soll 2017 kommen

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München - Der Steg für Fußgänger und Radfahrer nahe der Heilig-Kreuz-Kirche soll 2017 gebaut werden – Stadt beantragt Fördermittel beim Bund.

Die Realisierung der von Bürgern und Umweltverbänden seit langem geforderten Fuß- und Radwegbrücke am Giesinger Berg wird nun auch von der Stadt mit Hochdruck verfolgt. Planungs- und Baureferat erarbeiten derzeit die förmlichen Unterlagen, um sich für das Förderprogramm des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus 2017“ bewerben zu können. Die Unterlagen müssen bis spätestens 30. November beim zuständigen Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung eingereicht werden. Diese Frist werde die Stadt München einhalten, sichert das Baureferat in einem Schreiben zu.

Der Stadtrat hatte heuer beschlossen, dass die Querung knapp unterhalb der Heilig-Kreuz-Kirche in der Priorisierungsliste für Brückenbauwerke statt der Stufe 1 in der dringlichsten Stufe 1+ eingeordnet wird. Matthias Rajmann, Sprecher der „Brückenallianz“, sieht nun gute Chancen für die Weiterentwicklung des Projekts am Isarhochufer. Das positive Schreiben des Baureferats lasse ihn neuen Mut fassen, erklärte Rajmann am Freitag. Bislang ist der Verkehrsstern an der Icho- und Silberhornstraße für Radfahrer und Fußgänger schier unüberwindlich – es sei denn, man nutzt umständlich die düstere Unterführung an der Ichostraße.

Sollte der Bund die Giesinger Brücke in das nationale Städtebauförderprogramm aufnehmen, könnte dies die Realisierung nicht nur zeitlich beschleunigen, sondern wäre für die Stadt auch finanziell von Vorteil. Zwei Drittel der Gesamtkosten würden nach Einschätzung Rajmanns übernommen werden. Die Kosten für den Steg am Giesinger Berg wurden bisher auf etwa 1,4 Millionen Euro beziffert. Es gibt bereits einen Entwurf des Münchner Architekturbüros Karl + Probst. Ergebnis der Studie: Die Brücke für Fußgänger und Radfahrer sei realisierbar, auch barrierefrei, und könne sich harmonisch ins Stadtbild einfügen. Der Stadtrat hatte den Planungsauftrag im März 2016 erteilt.

Rajmann geht davon aus, dass der Baubeginn für die Brücke 2017 erfolgt – selbst wenn der Bund die Fördermittel nicht genehmigen sollte. Dies sei jedenfalls erklärter Wille der Stadtratsfraktionen. 2018 könnte die neue Querung für Fußgänger und Radfahrer fertiggestellt sein. Die Brückenallianz hält diesen Lückenschluss am Giesinger Berg für enorm wichtig. Dort sei die einzige ernsthafte Unterbrechung der sonst hervorragenden Fuß- und Radverkehrsverbindung zwischen der südlichen Stadtgrenze und dem Gasteig zu beklagen, heißt es. Am Verkehrsknoten nach der Heilig-Kreuz-Kirche stehe man an einem Abgrund, kritisierte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) in der Vergangenheit. Die Brücke, sagen viele Kommunalpolitiker, könnte auch als wichtige Erschließung in Richtung des Neubaugebiets auf dem ehemaligen Paulaner-Gelände dienen. Nach Meinung Rajmanns ist der neue Steg wesentlich kostengünstiger und zielführender als die Renovierung der bestehenden Unterführung an der Ichostraße.

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