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Standplatz für einen neuen Wertstoffhof? Direkt an der A8 könnte bald der Müll aus Münchens Süden gelagert werden.

Stadt auf der Suche nach Fläche

Abfall-Schock: Kommt Mega-Wertstoffhof am Fasangarten?

Wo soll all der Müll hin? Die Stadt München sucht händeringend nach Flächen für neue Wertstoffhöfe. Nun scheint sie am Fasangarten fündig geworden zu sein. Doch es regt sich Widerstand.

München - Mehr Einwohner, mehr Müll - mit diesem Problem schlägt sich der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) seit Jahren rum. Deshalb ist nun ein weiterer Großmengen-Wertstoffhof im Münchner Südosten geplant. Er soll gleichzeitig auch Ersatz für den mittlerweile viel zu kleinen Wertstoffhof in Perlach werden.

Zusätzlich zu den beiden bereits bestehenden „Wertstoffhöfen plus“ an der Mühlangerstraße im Westen und der Lindberghstraße im Norden sollen noch zwei weitere Höfe dieser Art entstehen. Bereits genehmigt ist der Neubau, der voraussichtlich 2022 den bestehenden Wertstoffhof in der Truderinger Straße 2 im Münchner Osten ersetzen soll.

U-Bahnbetriebshof verhindert Recyclinghof an Arnold-Sommerfeld-Straße

Aber: Für den letzten Recyclinghof, der den Münchner Süden abdecken soll, sind Stadt und AWM seit vielen Jahren auf der Suche. Aus der Fläche an der Arnold-Sommerfeld-Straße in Neuperlach-Süd wurde nichts, weil dort auch noch ein U-Bahnbetriebshof entstehen soll. Anwohner und Stadtteilpolitiker protestierten über die Bau-Invasion. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) erteilte den Wertstoffhof-Plänen daraufhin persönlich eine Absage.

Nun wurden offenbar alte Ideen hervorgekramt. Denn schon vor Jahren gab es den Plan für einen großen Wertstoffhof an der Fasangartenstraße. Dort steht mittlerweile eine städtische Kompostieranlage, die wegen des Wohnungsbaus an der Hochäckerstraße umgesiedelt werden musste. Auf dem Grundstück wäre offenbar durchaus noch Platz für einen großen Wertstoffhof.

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Kleiner Wertstoffhof an Bayerwaldstraße viel zu klein

Damit könnte man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn der AWM sucht händeringend nach Ersatz für den mittlerweile viel zu kleinen Wertstoffhof, nur ein paar Straßen weiter an der Bayerwaldstraße 33.

Der Perlacher Bezirksausschuss wurde von der Kommunalreferentin mit der Planung überrascht. Für die Stadtteilpolitiker gibt es noch viele Fragen. Zum Beispiel die Verkehrserschließung. Denn das Grundstück liegt an einer tonnagebeschränkten Autobahnbrücke. Zudem fragen sich viele: Wird die Wohnqualität durch den Müll-Bau beeinträchtigt? Und was ist mit dem geplanten Wohnungsbau?

Wundert sich: BA-Chef Thomas Kauer (CSU).

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BA-Chef Kauer verweist auf Frischluftschneise

Es verwundere schon, dass zudem weitere Gewerbeflächen entlang der Autobahn bislang stets mit dem Hinweis auf den überregionalen Grünzug abgelehnt wurden, so BA-Chef Thomas Kauer (CSU). „Warum wird die Frischluftschneise durch den Großmengenwertstoffhof nicht gestört?“

Im Planungsreferat sei gerade ein entsprechender Stadtratsbeschluss für einen neuen Großmengenwertstoffhof in der Fasangartenstraße in Arbeit, erklärt AWM-Pressesprecherin Bettina Folger. Selbstverständlich würden auch die zuständigen Bezirksausschüsse in den Prozess eingebunden und gemeinsam informiert.

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Carmen Ick-Dietl

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