Vermeintliches Verbrechen angezeigt

Touristen erfinden Raubüberfall

München - Zwei Touristen melden bei der Polizei, Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls geworden zu sein. Schnell stellt sich jedoch heraus, die Geschichte war nur erfunden.

Wie die Polizei berichtet, erschienen die 19 und 22 Jahre alten Touristen aus Israel am Donnerstag auf der Polizeiinspektion 23 (Giesing). Sie gaben an, auf einem Parkplatz nahe Unterhaching überfallen worden zu sein. Dort hätten sie sich zwischen 3 und 4 Uhr nachts in einem Fastfood-Restaurant etwas zu Essen geholt und seien dann dort auf den Parkplatz gefahren. 

Während des Essens seien die beiden dann von zwei dunkelhäutigen Männern angesprochen und mit einem Messer zu Herausgabe ihrer Wertsachen gezwungen worden. Sie gaben an, dass ihnen neben ihren Mobiltelefonen weitere hochwertige Elektroartikel abgenommen worden seien.

Anschließend wären zurück ins Hotel gefahren und hätten erst um 6 Uhr morgens entschieden, den Überfall auf der Polizeiinspektion Giesing zur Anzeige zu bringen. Wie die Polizei berichtet, verstrickten sich die beiden jungen Männer bei ihrer Vernehmung auf dem Fachkommissariat für Raubüberfälle in Widersprüche. Nach einer Belehrung über die rechtlichen Folgen einer Falschaussage gaben sie zu, die Tat frei erfunden zu haben.

Angaben ihrem zum Motiv machten sie laut Polizei nicht. Die beiden Touristen wurden nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung entlassen.

ja

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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