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Unerlaubter Abriss: Nun soll der Fall Giesing überprüft werden

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Von: Tobias Scharnagl

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Nicht mehr viel ist übrig von dem Handwerkerhäuschen in Giesing. Die SPD fordert nun den Wiederaufbau.
Nicht mehr viel ist übrig von dem Handwerkerhäuschen in Giesing. Die SPD fordert nun den Wiederaufbau. © Bodmer

Der unerlaubte Abriss eines denkmalgeschützten Hauses in Giesing schlägt weiter hohe Wellen. Nun hat die Stadtrat-SPD die Stadtverwaltung zur Prüfung des Falles aufgefordert.

München - Die Empörung über den Abriss des denkmalgeschützten Häuschens in Giesing ist nach wie vor groß. Die Baufirma spricht von einem „Unfall“, die Nachbarn von „krimineller Energie“. Jetzt fordert die SPD-Stadtratsfraktion eine Prüfung des Falls. In dem Antrag heißt es: „Die Stadtverwaltung wird gebeten zu prüfen, ob eine exakte Wiederherstellung des Gebäudes Obere Grasstraße 1 als Wiedergutmachung des Schadens, der dem historischen Ensemble Feldmüllersiedlung zugefügt wurde, gefordert werden kann.“

Außerdem solle geprüft werde, ob der wirtschaftliche Nutzen, den ein Neubau an der Oberen Grasstraße bringen könnte, eingezogen werden darf. Falls dies der Fall sein sollte, fordert die SPD, so zu verfahren. Weiter heißt es: Die Vermutung liege nahe, dass in „Gewinnerzielungsabsicht“ gehandelt wurde. Die SPD nennt den Abriss „empörend“. Er sei „für die Sanierungsarbeiten nicht erforderlich“ gewesen. Der wirtschaftliche Nutzen sei zu unterbinden“ um zu zeigen, dass die Stadt „derartigem Vandalismus entschieden entgegentritt“.

Für den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter ist der Abriss des Hauses nicht weniger als „ein Skandal“.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Giesing – mein Viertel“.

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