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Große Trauer um Wiesn-Legende: „Sein Tod kommt für uns sehr überraschend“

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Von: Lukas Schierlinger

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Pater Paul
Pater Paul Schäfersküpper ist im Alter von 72 Jahren verstorben. © imago stock&people

Überraschend ist ein bekanntes Gesicht des Oktoberfests im Alter von 72 Jahren gestorben. In einem Beitrag wird sein Wirken gewürdigt.

München - Noch ist nicht klar, ob das Oktoberfest 2022 überhaupt stattfinden kann. Zu Zeiten der Corona-Pandemie werden bereits historische Neuerungen diskutiert: Wird die Wiesn vielleicht sogar vorverlegt? Sicher ist schon jetzt, dass ein bekanntes Gesicht bei der nächsten Auflage nicht dabei sein wird. Pater Paul Schäfersküpper ist im Alter von 72 Jahren verstorben.

Oktoberfest künftig ohne Pater Paul: „Tod sehr überraschend gekommen“

Über die traurige Nachricht hat die „Dominikanerprovinz vom hl. Albert“ bereits am 31. Dezember informiert: „Heute Nachmittag wurde unser Mitbruder tot aufgefunden.“ Obwohl Schäfersküpper krank gewesen war, sei sein Tod „sehr überraschend gekommen“. Genauere Details zur Todesursache wurden nicht genannt.

Über 20 Jahre lang hatte sich der Verstorbene als Pater der Schausteller einen Namen gemacht, im Jahr 2017 etwa das Museumszelt auf der Oidn Wiesn gesegnet. Schäfersküpper war oft in Tracht auf der Theresienwiese unterwegs, taufte Kinder oder lauschte einfach nur den Sorgen der Besucher. Für das Erzbistum München-Freising war Pater Paul für die Region rund um München und Augsburg zuständig.

„In seiner zugewandten Art vielen Menschen die frohe Botschaft gebracht“

„Die Schaustellerpfarrei ist sehr personenbezogen“, hatte Schäfersküpper einst gegenüber der dpa erklärt. „Die Menschen bekommen durch mich ihr Bild von der Kirche ­im positiven wie im negativen.“

In einem Facebook-Beitrag der Dominikanerprovinz wird das Wirken des Verstorbenen noch einmal ausdrücklich gewürdigt: „Pater Paul hat in seiner zugewandten Art vielen Menschen die frohe Botschaft gebracht und die Freude am Glauben auch ausgestrahlt.“ In Borbeck soll Schäfersküpper nun am 8. Januar beerdigt werden. Im Essener Stadtteil hatte der Wiesn-Pater zuletzt gelebt. Er soll in der Priestergruft des Pfarrfriedhofs beigesetzt werden.

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