Oktoberfest, Hauptbahnhof, Bettler
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Der belebte Weg vom Hauptbahnhof zur Theresienwiese: Ein Dutzend Bettler auf 1000 Metern.
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Der belebte Weg vom Hauptbahnhof zur Theresienwiese: Ein Dutzend Bettler auf 1000 Metern.
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Der belebte Weg vom Hauptbahnhof zur Theresienwiese: Ein Dutzend Bettler auf 1000 Metern.
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Der belebte Weg vom Hauptbahnhof zur Theresienwiese: Ein Dutzend Bettler auf 1000 Metern.

Noch nie waren so viele Arme unterwegs

Bettler entdecken den Weg vom Hauptbahnhof zur Wiesn für sich

München - Auf dem Weg vom Hauptbahnhof zur Theresienwiese versuchen derzeit Dutzende Menschen, an die prallen Geldbeutel der Wiesn-Besucher und deren große Herzen zu appellieren.

Die Welt zu Gast in München – gerade zur Wiesn möchte die Stadt ein tadelloses Bild abgeben. Bettler oder gar aggressive Schnorrer-Banden passen da nicht ins Bild. Das KVR versichert in diesem Zusammenhang: Die Maßnahmen (siehe unten) gegen die verbotenen Bettelformen hätten einen „deutlichen Erfolg“ gebracht. Sprecher Johannes Mayer: „Das sieht man auch auf den Straßen.“ Wirklich?

Auf dem Weg vom Hauptbahnhof zur Theresienwiese versuchen derzeit Dutzende Menschen, an die prallen Geldbeutel der Wiesn-Besucher und deren große Herzen zu appellieren. Auf dem Festgelände selbst ist das Betteln durch die Oktoberfestverordnung streng verboten – aber der Weg zum Oktoberfest wird zur Bettel-Meile!

Der kürzeste – und einfachste, weil ausgeschilderte – Weg zur Wiesn führt Besucher vom Hauptbahnhof über die Bayerstraße weiter in die Hermann-Lingg-Straße. Das sind 1000 Meter, schon nach wenigen Schritten kommt einer Gruppe Amis der erste Bettler entgegen. Er hält die Hand auf, deutet auf das Schild, das um seinen Hals baumelt. Wortlos geht er weiter. In der Hermann-Lingg-Straße sitzen im Abstand von wenigen Metern drei Männer. Sie winken Fußgänger heran, murmeln etwas – angepöbelt oder festgehalten wird niemand. Rund um den St.-Pauls-Platz, ein Nadelöhr auf dem Weg zur Wiesn, tummeln sich fünf Bettler. Eine Frau sitzt am Boden und streckt matt die Hand aus, eine Passantin stoppt und gibt ihr gebrannte Mandeln aus einer Papiertüte. „Danke“, sagt die Bettlerin. Auch nahe der Wiesn-Eingänge sitzen Bettler.

KVR-Sprecher Mayer betont, dass Betteln nicht verboten sei, wohl aber die organisierte und aggressive Form. Das Verbot gelte jedoch nicht für das Umfeld der Wiesn. Der Polizei sind dort zehn bis zwölf Bettler bekannt – die aber würden „still“ betteln. „Die Bettelnden passen sich den saisonalen Gegebenheiten an“, sagt Mayer. Im Dezember ziehe es sie zu den Christkindlmärkten, jetzt eben zur Wiesn.

Betteln in München: Das ist erlaubt, das ist verboten

Bettler verstellen Gehwege, pöbeln, halten Passanten fest oder betteln mit Kindern und Tieren – die Stadt hat den organisierten Bettler-Banden, oft mit Kleinbussen aus Osteuropa angekarrt, den Kampf angesagt: Im August 2014 ist eine Allgemeinverordnung in Kraft getreten, die aggressives und organisiertes Betteln innerhalb des Altstadtrings und im Bahnhofsviertel verbietet. Seitdem sind mehr als 1000 Anzeigen bei der Polizei eingegangen. Unter aggressives Betteln fällt zudem das Zurschaustellen von Wunden. „Stilles“ Betteln ist nahezu im gesamten Stadtgebiet erlaubt und wird von der Polizei auch nicht zur Anzeige gebracht – direkt auf dem Oktoberfest allerdings ist es streng verboten. Das Flaschensammeln auf dem Gelände und im Umfeld ist dagegen nicht verboten.

tz

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