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Oktoberfest-Besucher aus Norwegen fällt auf Heimweg über DB-Mitarbeiterin her

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Von: Klaus-Maria Mehr

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Die Polizei wurde gerufen, weil ein Norweger eine DB-Mitarbeiterin packte und in eine S-Bahn zog.
Die Polizei wurde gerufen, weil ein Norweger eine DB-Mitarbeiterin packte und in eine S-Bahn zog. © Imago

Die DB-Mitarbeiterin stand am Bahnsteig und überwachte die Zugabfertigung, als ein Mann sie plötzlich von hinten durch die offene Tür in eine S-Bahn zog. Die Nacht verbrachte der Angreifer hinter Gittern.

München - Der Angriff geschah am Freitagabend (30. September) gegen 22.30 Uhr. Wie die Bundespolizei München berichtet, befand sich der 58-jährige Norweger in einer in den Hauptbahnhof einfahrenden S6 Richtung Grafing. Wie sich später herausstellte, befand er sich auf dem Heimweg vom Oktoberfest. Die 49-jährige Mitarbeiterin der Zugabfertigung stand mit dem Rücken zur Tür des Zuges. Beim Öffnen der Türen packte der 58-jährige Norweger die Frau ohne ersichtlichen Grund am Rücken und zog sie in die S-Bahn.

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Dadurch stürzte sie zu Boden und fiel auf die Schulter. Ihr 63-jähriger Kollege eilte hinzu. Diesen nahm der Nordeuropäer in den Schwitzkasten. Anwesende Reisende trennten die Beiden. Eine durch die DB AG informierte Bundespolizeistreife nahm den Norweger fest.

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Die beiden Angegriffenen klagten über Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich und kamen mit einem Rettungswagen in ein Münchner Klinikum. Ein bei dem Norweger durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1, 9 Promille. Eine durch die Staatsanwaltschaft angeordnete Sicherheitsleistung konnte der Mann nicht beibringen. Da er über keinen Wohnsitz in Deutschland verfügte, wurde er zur Haftrichtervorführung in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München eingeliefert.

Die Frau des Norwegers hatte ihren Mann in der Nacht als vermisst gemeldet

Bei einer Vernehmung am Morgen des 1. Oktober gab er an, vor der Tat, an die er sich nicht erinnert, auf dem Oktoberfest gewesen zu sein. Seine Ehefrau, welche ihren Mann zwischenzeitlich als vermisst gemeldet hat, konnte telefonisch erreicht werden. Sie konnte die Sicherheitsleistung in Höhe von 4500 Euro aufbringen, sodass ihr Mann auf freien Fuß gesetzt werden konnte. „Mit einer Anzeige wegen Körperverletzung im Gepäck kann er nun nach Hause reisen“, schreibt die Polizei abschließend in ihrem Pressebericht.

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