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Ex-Wiesn-Wirt Sepp Krätz.

Ex-Wiesn-Wirt

Kampf um die Konzession: Das Comeback des Sepp Krätz

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München - Erleichterung bei Sepp Krätz: Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Promi-Wirt darf probeweise wieder arbeiten. Eine Entscheidung über die Konzession gibt es im Herbst.

Zweieinhalb Jahre nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung darf Promi-Wirt Sepp Krätz wieder in der Gastronomie mitmischen. Zumindest ein wenig. Gäste betreuen, Kunden gewinnen, Reservierungen entgegennehmen – man habe dem 62-Jährigen „Zugeständnisse“ gemacht, erklärte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats (KVR). Krätz hatte sich mit Hilfe eines Rechtsanwalts um gewisse Lockerungen bemüht. Diese wurden ihm laut KVR Anfang Juli gewährt, da es seit der Verurteilung „keine negativen Vorkommnisse“ gegeben habe.

Das Landgericht München hatte Krätz im März 2014 zu einem Jahr und zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung sowie zu 570 000 Euro Geldstrafe verurteilt. Er hatte zugegeben, Steuern in Höhe von 1,1 Millionen Euro hinterzogen zu haben – an der Champagner-Bar im Hippodrom auf der Wiesn und auf der Freischankfläche beim Andechser am Dom hatte er es mit den Abrechnungen nicht so genau genommen. Die Folge des Prozesses: Das KVR entzog Krätz die Konzession als Wirt.

Damit verlor er nicht nur seinen Posten als Geschäftsführer im Andechser am Dom, sondern musste auch das Hippodrom aufgeben, in dem er die Promis mit Bussi begrüßte. Ein anderer konnte sich freuen: Siegfried Able ließ in Rekordzeit das „Marstall“-Zelt bauen und übernahm die Nachfolge noch zur Wiesn 2014.

Dennoch blieb das Geschäft in der Familie: Krätz’ Ehefrau Tina und seine Schwester Johanna Barsy kümmern sich seitdem um das Hippodrom auf dem Frühlingsfest, seine Tochter Stefanie übernimmt die Aufgaben im Andechser am Dom. Dass er selbst sich zurückziehen musste und wegen eines Betätigungsverbots nicht einmal mehr seine Gäste bedienen durfte – ein herber Schlag für Krätz, der sich in der Gastronomie hochgekämpft hatte. Der gelernte Metzger hatte etwa die „Waldwirtschaft“ zu einem beliebten Treffpunkt gemacht, 1997 wurde er zum „Wirt des Jahres“ gewählt. Der Ritterschlag: ein eigenes Zelt auf der Wiesn.

Nach seinem Fall lenkte sich der 62-Jährige mit der Zucht von Rindern ab. Dennoch soll er froh sein, jetzt wieder im Andechser mithelfen zu dürfen. Für eine Stellungnahme war der Wirt gestern allerdings nicht zu erreichen. Ob oder wann Sepp Krätz seine Konzession wiederbekommt, ist noch nicht beschlossen. „Darüber wird das KVR im Herbst entscheiden.

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