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Wurst aus Fisch: Fisch-Bäda Peter Lingnau hat eine besondere Spezialität aus dem Meer im Angebot.

Mehr als nur Bier und Hendl

Von Fischwurst zum bayerischen Krafttrunk - witzige Wiesn-Schmankerl

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Die Wiesn wird immer exotischer. Auch die Köstlichkeiten auf der Theresienwiese werden von Jahr zu Jahr ausgefallener. Wir stellen die witzigsten Schmankerl vor.

München - Von wegen nur Bier und Hendl. München traut sich (zumindest ab und zu) kulinarisch auch was. Und so gibt es auf der Wiesn heuer auch ausgefallene Speisen und Getränke abseits der altbekannten Klassiker. Zum Beispiel eine Fischweißwurst. Klingt gewöhnungsbedürftig und schmeckt auch ungewohnt - ist aber gut bekömmlich. Oder einen bayerischen Krafttrunk, der müde Wiesn-Beine wieder munter macht. Der heißt, ganz treffend, Wadlbeißer. Wer dazu was in den Magen braucht, kann Himbeer-Balsamico- oder Oreo-Mandeln probieren. Und zum Abschluss gibt’s ein Slush-Eis, stilecht getrunken aus einer Palme. Na dann, wohl bekomm’s!

Die Fischweißwurst

Äußerlich ist sie nicht von einer Weißwurst zu unterscheiden. Doch die Neu-Kreation des Fisch-Bäda hat es in sich. Sie besteht aus Fisch - Wels, genauer gesagt. Auf die Idee ist der Fisch-Bäda, Peter Lingnau (52), mit Metzger Werner Braun (53) gekommen. „Ein Kollege hat mir erzählt, dass in der Nachkriegszeit Wurst aus Fisch gemacht wurde“, erzählt Braun. „Das wollte ich auch probieren.“ Der Darm bei der Fischweißwurst kommt vom Schaf, die Konsistenz der Wurst ist noch ein bisserl wabbelig. Das ändere er noch, so Braun. Das Gute: Die Wurst (zwei Stück, Weißbier, Breze 12,50 Euro) ist sehr bekömmlich.

Der Wadlbeißer

Beim „Wadlbeißer“ haben wir es nicht mit einem kleinen kläffenden Köter zu tun. Sondern mit dem ersten waschechten „bayerischen Krafttrunk“, wie es Florian Oberndorfer ausdrückt. Der Wirt der Knödelei hat etwas gegen Energy Drinks - die seien schlecht für die Gesundheit. Und deswegen hat er zusammen mit Fruchtsaftmeister Michael Stadler und Ernährungsphysiologe Michael Helm ein Getränk geschaffen, dass die Wiesn-Besucher fit machen soll - und trotzdem gesund sei, so Oberndorfer. „Es ist etwa kein Kristallzucker enthalten, sondern nur Fruchtzucker.“ Wie eine erfrischende Schorle schmeckt der Wadlbeißer. Oder wie es der Wirt sagt: „Wenn des ein Knödel wär’, würde ich sagen: ‚eine runde Sach‘.“

Der erste „bayerische Krafttrunk“: Florian Oberndorfer präsentiert den „Wadlbeißer“.

Mandelexoten

Die Oreo-Keks-Mandeln mit weißer Schokolade (Foto, l.) gehen besser. Himbeer-Balsamico (beide Sorten 100 Gramm für vier Euro) ist die Sorte für die Mutigen. Oder für Kinder, die lieben die bunte Farbe und den süßen Geschmack, so Stefan Grill (36) von „Gebrannte Mandeln Grill“. Seine Familie steht seit 1982 auf der Wiesn. Am häufigsten verkaufen sie auch jetzt Klassiker wie einfache gebrannte Mandeln.

Rote und weiße Mandeln: Stefan Grill verkauft die Leckereien in kuriosen Geschmacksrichtungen.

Eiskalte Palme

Eis aus einer Palme schlürfen. Freilich nur aus Plastik - das geht beim Stand „Eis -Bär“. Dort gibt es flüssiges Slush-Eis in den Sorten Kirsche, Waldmeister und Blaubeer. Wer alle Farben in einem Becher haben möchte, kann die Sorten mischen, sagt Verkäuferin Julia Mastro (21). Ein kleiner Palmen-Becher kostet fünf Euro, ein großer acht Euro. Für die perfekte Schlürf-Laune muss jetzt nur noch das Wetter besser werden.

Slush-Eis aus der Palme: Bei Julia Mastro gibt es Kühles in kuriosen Becherformen.

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Ramona Weise

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