Kritik an den neuen Maßnahmen

Grüne sehen Sicherheitskonzept für die Wiesn "skeptisch"

München - Am Mittwoch hat der zweite Bürgermeister Josef Schmid neue Sicherheitsmaßnahmen für das Oktoberfest 2016 vorgestellt. Die Grüne-Stadtratsfraktion macht jedoch "große Fragezeichen".

An sich "begrüßen und unterstützen" die Münchner Grünen zwar, dass die Stadt die Sicherheitslage auf dem Oktoberfest verbessern möchte. Allerdings zweifeln die beiden Vorsitzenden der Grünen-Stadtratsfraktion Hermann "Beppo" Brem und Heidi Schiller an der Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen. "Wir sind da jedenfalls skeptisch", so Schiller.

Die neuen Sicherheitsmaßnahmen sind erst am Mittwoch vorgestellt worden. Sie beinhalten unter anderem die komplette Umzäunung des Festgeländes, Eingangskontrollen und ein Rucksackverbot.

Besonders an Letzterem üben die Grünen Kritik. "Gerade an den Familientagen brauchen Eltern die Möglichkeit, ihre Sachen für die Kleinen zu verstauen", sagt Schiller. Sie befüchtet einen Ausschluss der Familien von der Wiesn. Das Rucksackverbot erlaubt nur Taschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu drei Litern. Kinderwägen sind jedoch weiterhin von Sonntag bis Freitag bis 18 Uhr erlaubt.

"Die Wiesn verliert ihren Volksfest-Charakter"

Auch dem Zaun und der Umgestaltung des U-Bahnhofes Theresienwiese stehen die Grünen kritisch gegenüber. Dass die Besucher zwar zur Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ermuntert würden, dann aber mit eingeschränktem Zugang auf das Festgelände rechnen müssen, dahinter machen die Grünen laut Brem "ein großes Fragezeichen".

"Das Einzige, was schon jetzt sicher ist, ist, dass die Wiesn ihren Volksfest-Charakter noch weiter verlieren wird", sagt Brem abschließend. Trotzdem hoffen die Grünen, dass die Verantwortlichen der Stadt gemeinsam mit der Polizei die beschlossenen Maßnahmen "umsichtig und maßvoll" umsetzen werden.

ja

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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