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tz-Redakteur Sascha Karowski kommentiert die „Bierpreisbremse“. 

Änderungen auf der Wiesn 2017

Kommentar zur Bierpreisbremse: Das klingt fair, aber ...

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Wiesn-Chef Josef Schmid (47, CSU) will die Preise für die Oktoberfest-Mass auf drei Jahre einfrieren. Nicht die einzige Neuerung. Die Wirte laufen Sturm. Ein Kommentar. 

Die Kosten für die Sicherheit bei der Wiesn sind gestiegen – von fünf auf etwa zehn Millionen Euro im Jahr. Diese Ausgaben sind gut und richtig. Die Frage aber, wie stets nach einem langen Fest: Wer zahlt die Zeche? Laut Wirtschaftsreferent Josef Schmid sollen die zur Kasse gebeten werden, die mit der Wiesn Umsatz machen. Und das sind die Wirte. Berechnungen der Stadt zufolge setzen die jährlich zwischen 300 und 400 Millionen Euro um. Bisher zahlten die Wirte eine Standgebühr, die sich nach der Größe der Zelte berechnet. Fortan sollen die Gastronomen eine Umsatzpacht entrichten, zwischen vier und fünf Prozent. Wer mehr verdient, zahlt auch mehr. Das klingt zunächst mal fair. Damit die Wirte diese Mehrkosten nicht auf die Besucher umlegen, fordert Schmid eine Deckelung des Bierpreises. Drei Jahre soll er 10,70 Euro nicht übersteigen. Das klingt auch fair. 

Nun will Schmid dauerhaft aber einen zusätzlichen Tag für das Oktoberfest. Einen Tag für die Münchner, sagt der Wiesn-Chef. Doch das mutet eher an wie ein Tag für die Wirte. Denn gleichzeitig sprach sich Schmid auch dafür aus, am letzten Wiesn-Tag Reservierungen zuzulassen – entgegen dem ursprünglichen Stadtratsbeschluss. Die Eingriffe in das System seien sehr hart, er wolle den Wirten bei diesem Punkt zumindest entgegenkommen. Etwas viel Entgegenkommen für Unternehmer, die durch das Oktoberfest jährlich Millionen scheffeln. Das klingt nicht so fair.

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