Langer Nachhauseweg

Wiesn-Gast findet Hotel nicht mehr: Papa in Ukraine muss helfen

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Ein 28-jähriger Ukrainer wusste am Samstagabend nach einem Wiesnbesuch nicht mehr, wo sein Hotel ist und wandte sich hilfesuchend an die Münchner Bundespolizei. Am Ende half sein Papa in der Ukraine.

München - Zum ersten Mal erschien der 28-jährige Ukrainer am Samstagabend gegen 21.00 Uhr hilfesuchend auf der Dienststelle der Münchner Bundespolizei. Er teilte mit, zusammen mit rund 30 Personen auf der Wiesn gewesen zu sein. Diese hatte er jedoch alle verloren und wusste jetzt nicht mehr, wo sein Hotel sei, geschweige denn, wie es heiße. Aufgefallen sei ihm lediglich, dass sich in der Nähe ein Geschäft für Tiernahrung befunden habe.

Zwei russisch sprechende Beamte der Bundespolizei nahmen sich des 28-Jährigen an und machten sich an die Hotel-Ermittlungen, heißt es in der Pressemitteilung am Montag. Problematisch war dabei, dass der Wiesn-Besucher weder Ausweispapiere, noch ein Handy bei sich hatte. Einzige Möglichkeit an Informationen zu kommen wäre seine Apple-Watch gewesen - deren Akku war jedoch leer. Schließlich schrieb der stark Alkoholisierte eine ukrainische Telefonnummer seines Vaters auf, welche sich jedoch als falsch herausstellte.

Da ihm die Beamten nicht helfen konnten, musste der Wiesn-Tourist die Wache wieder verlassen. Bis 3 Uhr hielt er sich im Warteraum des Hauptbahnhofes auf. Ein wenig nüchterner erschien er dann erneut bei der Bundespolizei und schrieb dort wiederholt eine Telefonnummer des Vaters auf. Diesmal war die Nummer jedoch die Richtige und über den Vater konnte der Name des gebuchten Hotels in Obersendling in Erfahrung gebracht werden. Wenig später wurde der Ukrainer in ein Taxi gesetzt - das Rätsel war also gelöst und der Mann bald im Bett.

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mm/tz

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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